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01.07.1988 - 

IDC: 1987 wurden rund 1,4 Millionen PCs in der BRD abgesetzt

Hardwarebasis für OS/2 bleibt vorerst klein

ESCHBORN (IDG) - Rund 3,4 Milliarden Mark gaben deutsche Anwender 1987 für Insgesamt 1,4 Millionen PCs aus. Diese Zahlen ermittelte das Marktforschungsunternehmen IDC Deutschland GmbH. Aus dem hohen Anteil "alter" Prozessoren schließt die IDC, daß OS/2 am Markt enge Grenzen gesetzt sind.

Nur jeder vierte der im vorigen Jahr ausgelieferten PCs ist laut IDC der Kategorie "Business/Professional" zuzurechnen. In den Heim- und Hobby-Bereich flossen hingegen 70 Prozent des bundesdeutschen Absatzes dieser Branche. Die restlichen fünf Prozent verteilen sich auf den technisch-wissenschaftlichen Anwenderbereich und die Ausbildungseinrichtungen.

Nimmt man allerdings den Verkaufspreis zum Maßstab für die Berechnung der Marktsegmente, so trugen die kommerziellen Profi-Anwender 1987 rund 65 Prozent des PC-Geschäfts. Aus dem Verkauf von Hobbyisten-Rechnern, zu denen IDC-Deutschland-Geschäftsführer Manfred Frey auch MS-DOS-Computer der unteren Leistungsklasse

zählt, stammten nur 25 Prozent der Herstellereinnahmen .

Nach Freys Ansicht wird sich der Einsatz von MS-DOS, dem klassischen PC-Betriebssystem, vom kommerziellen in den privaten Bereich verlagern, während das Nachfolgeprodukt OS/2 Einzug in den Busineß-Professional-Bereich halten wird.

Dieser Prozeß werde aber mehr Zeit in Anspruch nehmen, als oftmals angenommen werde. Denn über 45 Prozent des installierten PC-Bestandes arbeiteten mit den Prozessoren 8086 und 8088, könnten also nicht unter OS/2 laufen. Selbst die 42 Prozent Rechner der 286-Klasse seien aus Performance-Gründen kaum für den Einsatz dieser Systemsoftware tauglich. Die Verbreitung der 386-Rechner, auf denen die Vorteile von OS/2 erst zum Tragen kommen, bezeichnete Frey als "verschwindend gering" - ihr Anteil am Gesamtbestand liege bei 1,3 Prozent.

Obwohl die IDC kräftige Zuwachsraten für die neuen High-Speed-PCs erwartet, rechnet sie nicht mit einer raschen Ausbreitung des von der IBM als neuer Standard propagierten Betriebssystems. Denn im Jahr 1990 werde der Anteil der 386er immer noch unter 15 Prozent liegen.

Auch über den Vertrieb dieser Rechner haben sich die Marktforscher Gedanken gemacht. Der in den USA längst etablierte "Value-added Reseller" (VAR) - eine Umschreibung für ein Systemhaus, das sich auf schlüsselfertige Mehrplatzlösungen für bestimmte Branchen spezialisiert hat - gewinne hierzulande an Bedeutung für die DV-lndustrie. Rund 1200 Unternehmen in der Bundesrepublik rechnet IDC inzwischen zu dieser Kategorie. In ihrer Untersuchung, die jetzt unter dem Titel "VARs in Deutschland Strukturen und Strategien" erschienen ist, kamen die Eschborner Forscher zu dem Schluß: "Für einen DV-Hersteller ist es nicht so wichtig, möglichst viele VARs als Absatzschienen zu gewinnen, sondern die richtigen."