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18 Prozent weniger Umsatz in den USA


27.11.1992 - 

Hardwarekrise zieht auch die Leasingbranche in die Rezession

WASHINGTON (CW) - Erstmals seit Beginn der Marktanalysen vor neun Jahren ist 1991 der Umsatz der amerikanischen DV-Leasingbranche zurückgegangen. Die Mitglieder der Branchenvereinigung CDLA erzielten mit Leasing und Gebrauchthandel ein Volumen von 19,2 Milliarden Dollar, 18 Prozent weniger als 1990.

Der Rückgang sei auf die gesamtwirtschaftliche Rezession und auf hohe Preisnachlässe für neue Großrechner und Peripherie zurückzuführen, analysiert das von der CDLA beauftragte Marktforschungsunternehmen Gartner Group das Umfrageergebnis.

Das Jahr war laut CDLA durch eine Produkt-Diversifikation zu Lasten der etablierten Großrechnerhersteller gekennzeichnet: Trugen 1990 noch zwei Drittel der verleasten und gebraucht weiterverkauften Rechner und Peripheriegeräte das IBM-Logo, betrug dieser Anteil 1991 nur noch 58 Prozent.

Rückgänge verzeichneten auch DEC (von 4,8 auf 4,2 Prozent), Unisys (von 4,3 auf 1,2) und Hitachi Data Systems, deren Stückzahl-Anteil von 2,9 auf 2,4 Prozent schrumpfte. Einzig Amdahl konnte sich halten, und zwar bei 4,5 Prozent. Für Diskussionsstoff in der US-Leasingindustrie sorgten IBM und ihre Tochter International Credit Corp. (ICC): Die aggressive Preispolitik sowie eine Welle von Gerichtsverfahren machen den herstellerunabhängigen Konkurrenten nach eigenem Bekunden von allen Branchengeschehnissen die größten Sorgen.

CDLA steht, wie auch die europäische Leasingvereinigung Eclat, auf dem Standpunkt, die anstehenden Probleme ließen sich besser auf dem Verhandlungswege lösen. Seit zwei Jahren nämlich streiten IBM und die Leaser vor Gericht darüber, ob Speicherkomponenten von Dritten aufgerüstet und weitervermarktet werden dürfen.