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07.12.1984 - 

32-Bit-Rechner unter Unix:

Harris erweitert Supermini-Serie

FRANKFURT (pi) - Zwei neue 32-Bit-Minicomputer, Tools zur Programm-Entwicklung und Unix sind die Erweiterungen, die jetzt Harris Frankfurt, für ihre Superminicomputer der H-Serie vorgestellt hat.

Die 32-Bit-Arbeitsplatz-Minicomputer H10 und H20 basieren auf den Mikroprozessoren 68000 und 68010 von Motorola, arbeiten mit einer Bildwiederholungsfrequenz von 60 Hertz und mit einer Taktfrequenz von 10 Megahertz. Bis zu einem MB Hauptspeicher, 50 MB Plattenspeicher sowie drei V.24-Schnittstellen zählen zur Grundausstattung. Wahlweise werden die Systeme zur Erweiterung mit 8 oder 15 Steckplätzen angeboten.

Beide Versionen können um Gleitkomma-, Matrizen- und Grafikprozessoren erweitert werden. Der auf einem Board untergebrachte Gleitkommaprozessor ist über einen Bus mit der CPU verbunden; er verarbeitet parallel zur Zentraleinheit Gleitkomma-Rechenoperationen mit einfacher und reell erhöhter Genauigkeit. Komplexe Vektor- und Matrizenverarbeitungen können mit dem Matrizenprozessor abgedeckt werden. Die Leistung dieses Prozessors wird durch den direkten Zugriff auf den Systesspeicher über einen Bus optimiert. Der unabhängige Grafikprozessor unterstützt beim Modell H 10 einen Bildschirmspeicher mit 256 KB und eine Ebene mit zwei Rahmenspeichern zu je 128 KB. Beim Modell H20 werden 1,2 MB Bildschirmspeicher unterstützt, der in bis zu zehn Ebenen mit je 64 KB Speicherkapazität für 1024 Farben organisiert ist. Ein Vorrat an Grafiken unterstützt die Generierung von Kreisen, Bögen und Linien, gestrichelten und unterschiedlich dicken Linien, Flächen, das horizontale und vertikale Rollen des Bildschirminhaltes sowie Zooming.

Über die lokale Netzwerkverbindung Ethernet lassen sich die Arbeitsplatzrechner miteinander verbinden. So stehen innerhalb des

Netzwerkes die Zugriffe von Programm zu Programm und Dateien sowie die Übertragung virtueller Terminals, das Drucker-Spooling und Electronic Mail zur Verfügung.

Die beiden neuen Minicomputer arbeiten unter dem Betriebssystem Unix. Es basiert auf dem System V von AT&T, wurde jedoch um Berkeley- und Realtime-Funktionen erweitert. Somit sind die Minis speziell als Arbeitsplätze für technische und wissenschaftliche Anwendungen und Software-Entwicklungen ausgerichtet. Der Einstiegspreis liegt nach Herstellerangaben bei etwa 99 000 Mark.

Gleichzeitig stellte Harris für seine Superminicomputer H60, H700, H800 und H1000 ein neues Betriebssystem und Software-Tools vor. Das Doppelbetriebssystem VUE entstand aus der Zusammenlegung des bestehenden VOS (Virtual Operating System) mit Unix, wodurch sowohl VOS- wie auch Unix-Anwendungen auf diesen Rechnern gefahren werden können. Zu den Tools zählen der "C"-Compiler, die Programmiersprache ADA, das Oracle-Datenbank-Management-System sowie Vista zur Erleichterung der Programmentwicklung.

Somit bietet Harris einer Produktpalette an, die vom Einzelplatz-Minicomputer H10 bis hin zum Superminirechner H 1000 untereinander kompatibel ist.