Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

08.10.1982 - 

Durch Halbleiterschwäche in rote Zahlen gerutscht

Harris: Mittelprächtig bei Terminals

FRANKFURT (bi) - Mit zwölf Prozent höheren Investitionen in Forschung und Entwicklung, das sind zirka 100 Millionen Dollar, begegnet die Harris Corp. mit Hauptsitz in Melbourne/Florida dem zur Zeit typischen Phänomen der Branche: Gewinnrückgang trotz Umsatzsteigerung.

Für die US-Company lag das Umsatzplus im vergangenen Geschäftsjahr (1. 7. 81 bis 30. 6. 82) bei elf Prozent gegenüber 19 Prozent im Vorjahr. Von "nur" 18 Prozent realem Gewinnrückgang war kürzlich auf einer Pressekonferenz in Frankfurt die Rede.

Die Harris GmbH, Frankfurt, wartet mit noch acht Prozent Umsatzwachstum auf. Hans D. Holler, Geschäftsführer der deutschen Tochter, tröstet sich mit guten Aussichten für 1983, "aufgrund einer Hochrechnung der Auftragslage im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres".

Ursache dieser roten Zahlen sei das schlechte Abschneiden des Halbleiterbereichs der gut sortierten US-Gesellschaft mit 4,5 Millionen Dollar Verlust gegenüber 25,9 Millionen Gewinn noch im Jahr zuvor.

Aufgrund des Auftragsbestandes zum 1. 7. 1982 in Höhe einer Milliarde Dollar, der sich wertmäßig gegenüber dem Vorjahr nicht geändert hat, glaubt der Vorstandsvorsitzende der Harris Corporation, Joseph A. Boyd, daß sich 1983 lediglich mäßige Zuwachsraten bei Umsätzen und Gewinnen erzielen lassen - und zwar unterschiedlich in den einzelnen Bereichen: gut bei Regierungsgeschäften, "mittelprächtig" bei Computern und Terminals, schwach bei Druckmaschinen und schrittweise ansteigend wieder zum Break-even-Punkt bei den Halbleitern. Boyd: "Auch in unserer Branche ist die Boomphase zunächst einmal vorbei. Dennoch gehen wir aufgrund der guten Finanzlage des Unternehmens und der zukunftsorientierten Produktpolitik gelassen in die kommenden Jahre."