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24.05.2005

Hartz-IV-Software wird teurer als erwartet

Statt der geplanten 14,7 Millionen Euro rechnet man nun mit Gesamtkosten von 25 Millionen Euro.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) muss für die Software A2LL zur Berechnung des Arbeitslosengelds II tiefer in die Tasche greifen als ursprünglich geplant. Um Fehler des Programms zu beheben, müsse die Behörde zusätzliche Beratungsleistungen einkaufen, hieß es in einem Bericht der "Financial Times Deutschland". Der Aufwand von rund 6300 Personentagen wird auf etwa zehn Millionen Euro geschätzt.

Begonnen hatten die Probleme mit der drohenden Pleite von Prosoz. Das Hertener Softwarehaus, das die A2LL-Software für T-Systems programmiert hatte und dafür rund 7,5 Millionen Euro erhalten sollte, war Anfang Mai in finanzielle Schieflage geraten. Offenbar hatten die Prosoz-Verantwortlichen den Aufwand unterschätzt. Mitte Mai gab Prosoz auf. Das Softwarehaus übertrug seine Liefer- und Leistungsverpflichtungen aus dem Projekt an T-Systems. "Damit ist sichergestellt, dass das Projekt nahtlos und aus einer Hand weitergeführt werden kann", erklärte Prosoz-Geschäftsführer Christoph Wesselmann den Rückzug. Prosoz könne sich wieder auf sein angestammtes Produktgeschäft konzentrieren.

Der schwarze Peter dürfe jedoch nicht allein Prosoz zugeschoben werden, meinen Politiker. Das politische Desaster habe die BA zu verantworten, fordert Karl-Josef Laumann, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Arbeit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Ob es der Telekom-Tochter gelingt, das schlingernde Projekt wieder auf die Schiene zu setzen, bezweifelt Laumann: "Ohne Prosoz dürfte T-Systems der Aufgabe nur schwerlich gewachsen sein." Außerdem habe sich der Dienstleister beim Mautdebakel nicht unbedingt den Ruf eines zuverlässigen Vertragspartners erworben. (ba)