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Außergerichtlicher Vergleich mit klagenden Aktionären

Hat Netzwerker 3Com Verluste bei U.S. Robotics verschleiert?

10.11.2000
SANTA CLARA (IDG) - 3Com zahlt in einem Vergleich rund 259 Millionen Dollar, damit Aktionäre ihre Klage gegen das Unternehmen zurückziehen. Diese hatten Unregelmäßigkeiten in den Geschäftsberichten von 3Com im Zusammengang mit der Übernahme von U.S. Robotics entdeckt und waren vor Gericht gezogen.

Stein des Anstoßes war die 3Com-Bilanzierung im Zusammenhang mit der Übernahme des Modemherstellers U.S. Robotics 1997. Damals hatte 3Com, da sich die Geschäftsjahre der beiden Firmen kalendarisch nicht deckten, die Ergebnisse von U.S. Robotics für die Monate April und Mai 1997 aus der eigenen Bilanz herausgerechnet.

Auf Druck der amerikanischen Börsenaufsicht korrigierte 3Com im März 1998 dann seinen Geschäftsbericht. Dabei reduzierte das Unternehmen seine angegebenen Nettoeinnahmen für 1997 um 111 Millionen Dollar. Ferner musste 3Com seine für das Geschäftsjahr 1998 eingeplanten Sonderausgaben für die Übernahme um 157 Millionen Dollar kürzen. Gleichzeitig gab der Hersteller Ende 1997 dann bekannt, dass auf das Unternehmen besondere Belastungen wegen des hohen Bestandes an U.S.-Robotics-Produkten, vor allem Modems, zukämen.

Aufgrund dieser Vorgänge verklagten Aktionäre 3Com unter dem Vorwurf, das Unternehmen habe in Geschäftsberichten Verluste seiner Erwerbung verschleiert. Bevor es zu einer Entscheidung vor Gericht kam, einigte sich 3Com mit den Klägern in einem Vergleich auf die Zahlung von 259 Millionen Dollar. Bei Bekanntwerden des Vergleichs betonte 3Com, dass dieser kein Schuldeingeständnis sei.

Zudem stieß Robert Kaplan, der die Kläger juristisch vertrat, auf ein anderes Phänomen: In dem strittigen Bilanzierungszeitraum verkauften Führungskräfte von 3Com und U.S. Robotics rund vier Millionen 3Com-Aktien aus ihrem Privatbesitz.