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01.08.2006

Hat SBS die Talsohle erreicht?

Siemens Business Services (SBS) hat auch im dritten Geschäftsquartal 2006 schlecht abgeschnitten.

In den Monaten April, Mai und Juni nahm SBS rund 1,08 Milliarden Euro ein, das sind 19 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres, als sich noch 1,33 Milliarden Euro in den Kassen der Siemens-Tochter sammelten. Der Rückgang ist dem Verkauf des Wartungsbereichs Product Related Services (PRS) an Fujitsu-Siemens geschuldet. Um diese Transaktion bereinigt, stieg der Umsatz um ein Prozent.

Siemens Business Services

Drittes Quartal 2006 (in Millionen Euro)

Veränderung in Prozent

2006 2005 Ist Vglb. Basis*

Bereichsergebnisse - 99 - 109 9

Ergebnismarge - 9,2 - 8,2

Umsatz 1081 1331 - 19 - 1

Auftragseingang 1054 1331 - 21 2

*Bereinigt um Portfolioeffekte von - 18 Prozent Umsatz und - 23 Prozent beim Auftragseingang.

Unterm Strich schrieb SBS einen Verlust von 99 Millionen Euro, das sind zwar neun Prozent weniger als im Vorjahr, doch der IT-Dienstleister scheint meilenweit von den Zielvorgaben entfernt. Spätestens im zweiten Quartal 2007 (Januar bis März 2007) muss SBS eine Gewinnspanne von mindestens fünf Prozent vorweisen. Dieses Ziel hat Siemens-Chef Klaus Kleinfeld im Frühjahr 2005 formuliert.

Analysten sind skeptisch

Ob die seit zwei Jahren defizitäre Servicesparte im Konzern bleibt oder verkauft wird, sagte Keinfeld auch bei der Vorstellung der neuesten Quartalszahlen nicht. "Die Talsohle ist durchschritten", äußerte er in einer Telefonkonferenz. Wichtig seien weitere operative Verbesserungen, und zwar "unabhängig davon, wer der künftige Besitzer der Einheit ist".

Während die meisten Analysten daran zweifeln, dass SBS die Trendwende rechtzeitig schafft, sieht Ovum-Analystin Katharina Grimme erstmals Anzeichen der Genesung. "Viel versprechend ist die gute Entwicklung des operativen Gewinns", sagte die Marktkennerin. Im zweiten Quartal 2006 seien noch zwei Prozent Betriebsverluste angefallen, nun habe SBS die operative Gewinnschwelle erreicht um, sich im nächsten Vierteljahr auf rund plus zwei Prozent zu verbessern. Zudem seien Kapazitätsanpassungen und Sparanstrengungen besser verlaufen als geplant. Erstmals, so ihre Beobachtung, habe Kleinfeld betont, wie wichtig eine funktionierende IT-Serviceeinheit für den Siemens-Konzern ist. "All das markiert einen wichtigen Schwenk in die richtige Richtung", so Grimme. Die Herausforderung bestehe künftig darin, neue Strukturen schnell zu implementieren, die Zusammenarbeit mit Siemens effizienter zu gestalten und weiterhin Kosten zu sparen. "Kurzfristig wird es für SBS nicht leichter", warnte Grimme. (jha)