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04.12.1992 - 

Datapro-Hitliste für Mainframe-Anbieter

HDS zeigt PCM-Konkurrenz und IBM beim Mainframe-Rennen die Hacken

MÜNCHEN (CW) - Die Marktforscher der Datapro Information Services Group aus Delran im US-Bundesstaat New Jersey kommen in ihrem jüngsten Report zur Befragung von 1657 Mainframe-Anwendern zu eindeutigen Ergebnissen: In zwölf von 13 abgefragten Leistungskategorien konnte sich die Hitachi Data Systems (HDS) an die Spitze des Feldes setzen, einmal mußten sich die Japaner die Topposition mit PCM-Konkurrent Amdahl teilen.

Die Meinungsforscher von der Ostküste der USA konnten sich bei ihrer Untersuchung auf 693 retournierte Fragebögen stützen, was mithin einer Antwortrate von knapp 42 Prozent entspricht.

Die Analysten untersuchten das Angebot der Vertreiber von Großrechnersystemen unter anderem nach den Gesichtspunkten der Systemzuverlässigkeit und der Qualität des bereitgestellten Services sowie der Einfachheit, mit der das jeweilige System bedient und gegebenenfalls auch hochgerüstet werden kann.

Weitere Gütemerkmale sehen die Leute aus Delran in puncto Softwarequalität sowie in Sachen Trainingsangebot und der Dokumentation. Auch die Gesamtzufriedenheit mit den Systemen der Mainframe-Hersteller war den Meinungsforschern eine Frage wert.

In allen diesen Kategorien schloß HDS als Nummer eins ab, wobei die Meinungsforscher eine Skala von eins (niedrigster Wert) bis fünf (höchster erzielbarer Wert) ansetzten.

Bezüglich der Anwenderzufriedenheit in Sachen Preis-Leistungs-Gefüge konnte nur Amdahl HDS das Wasser reichen und erzielte mit 4,5 Punkten ein identisches Ergebnis. Hier lagen die anderen Teilnehmer des Mainframe-Reports - Bull, Digital Equipment, Unisys und die IBM - alle unter der 4-Punkte-Marke.

HDS und Amdahl waren zudem die beiden einzigen Großrechner-Adepten, die von den Anwendern in allen Kategorien über der Bewertungsmarke vier eingestuft wurden. Die Anwender kritisierten bei einigen HDS-Konkurrenten das Preis-Leistungs-Verhältnis und das Trainingsangebot. Auch die Dokumentation einiger Hersteller fand durchaus nicht immer die Zustimmung der Anwender.

Bester Wort bei der Systemzuverlässigkeit

Besonders Bull- und Unisys-Kunden zeigten beim Punkt Software-Applikationen mit dem Daumen nach unten. Bulls 2,2 Punkte für die Verfügbarkeit von Software-Anwendungen markieren die schlechteste vergebene Wertung. Auch Unisys mußte sich diesbezüglich mit einem Ergebnis von unter drei Punkten zufriedengeben. Bull konnte zudem auch bei der Qualität der Applikationen an sich mit 2,7 Punkten nicht gerade glänzen - zumindest nach den Ergebnissen des Datapro-Reports "1992 User Ratings of Mainframes". Hier legte HDS 4,2 Punkte vor.

Den höchsten Wert überhaupt mit 4,9 Punkten konnte HDS für sich verbuchen: Diese Wertschätzung nämlich findet die Systemzuverlässigkeit der japanischen Mainframes. Bei der Frage, wie denn die Anwender im Ganzen ihr System beurteilen, hatten wiederum Bull und Unisys neben Digital Equipment das Nachsehen: Ihre Bewertungsmarken lagen jeweils unter vier Punkten. 4 Punkte holte die IBM, Amdahl erzielte 4,4 Punkte, und an der Spitze plazierte sich einmal mehr HDS (4,5).

Ein anderes Ergebnis, das die Datapro-Analysten herausgefunden haben, besagt, daß sich noch immer mehr als 90 Prozent der befragten Anwender in einer proprietären Betriebssystem-Welt bewegen. Noch bemerkenswerter ist eine Datapro-Aussage, wonach nur wenige planen, zukünftig Downsizing-Aktivitäten einzuleiten beziehungsweise auf offene Systeme umzusatteln.

Danach wollen nur 16 Prozent der Großrechner-Nutzer Anwendungen respektive Systeme im Zuge von Downsizing-Bestrebungen herunterskalieren oder auf Unix umsteigen. 39 Prozent dieser Benutzer planen hingegen, ihren Hardwarepark noch auszubauen. 19 Prozent haben nach Datapro-Erkenntnissen vor, auf ein größeres System zu wechseln, und ein Drittel der Befragten will seine Kommunikationsoptionen erweitern.