Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

14.08.1992

Hegener + Glaser: Dramatischer Kursverfall

14.08.1992

1989 erwarb der Münchner Schachcomputerhersteller Hegener + Glaser den amerikanischen Wettbewerber Fidelity Electronics International Inc. für schätzungsweise 4,5 Millionen Dollar. Damit mauserte sich das Münchner Unternehmen zum weltweit größten Anbieter von Schachcomputern.

Der Kaufpreis wurde fremdfinanziert. Zur Ablösung dieses Kredites sollte eine Kapitalerhöhung plaziert werden. Diese wurde mehrfach in Aussicht gestellt, konnte jedoch bis heute nicht durchgeführt werden. In der Folge entpuppte sich die Fidelity-Akquisition als Flop. Die Fremdfinanzierung, ein Einbruch des operativen Geschäfts bei dem gekauften Unternehmen und der Rückgang des Dollars führten dazu, daß der Vorstand der Hegener + Glaser AG vorsorglich Verlustanzeige ankündigen mußte. Im Konzern ist das Eigenkapital aufgezehrt. In der AG ist knapp die Hälfte des Eigenkapitals verloren. Die Eigenkapitalquote liegt in der AG nur noch bei sieben Prozent. 1991 wurde ein negatives Zinsergebnis von 2,6 Millionen Mark erwirtschaftet.

Wie geht es mit Hegener + Glaser weiter? Das Stammgeschäft der AG, in dem 1991 bei zweistelligen Umsatzzuwächsen ein operativer Gewinn von rund 1,8 Millionen Mark erwirtschaftet wurde, ist gesund. Der zweite Unternehmensbereich, die Display Systems, entwickelt sich erfreulich. Zwei Drittel Marktanteil hat Hegener + Glaser nach eigenen Angaben in Deutschland bei Vakuum-Fluoreszenzanzeigen erreicht. Das Unternehmen sucht zur Zeit nach einem industriellen Partner. Dieser könnte sich durchaus als überlebensnotwendig erweisen, da nicht ausgeschlossen werden kann, daß Fidelity noch einmal Wertberichtigungsbedarf verursachen wird. Erst mit Beendigung des US-Engagements wird Hegener + Glaser wieder zu einer berechenbaren Aktie. Bis dahin heißt es für die Aktionäre abzuwarten.

*Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen. die wir für Vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen Jede darüber hinausgehehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo. Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.