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21.05.2009

Heidelberger Druck erhält Staatshilfe - Handelsblatt

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Heidelberger Druckmachinen AG erhält einem Pressebericht zufolge Staatshilfe. Das Krisen-Hilfeprogramm "Wirtschaftsfonds Deutschland" vergibt an den Druckmaschinenhersteller seine erste Großbürgschaft, berichtete das "Handelsblatt" am Mittwochabend auf seiner Homepage.

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Heidelberger Druckmachinen AG erhält einem Pressebericht zufolge Staatshilfe. Das Krisen-Hilfeprogramm "Wirtschaftsfonds Deutschland" vergibt an den Druckmaschinenhersteller seine erste Großbürgschaft, berichtete das "Handelsblatt" am Mittwochabend auf seiner Homepage.

Der Lenkungsausschuss des Fonds habe - vorbehaltlich der Zustimmung des Haushaltsausschusses - am Vortag beschlossen, dem Antrag der Heidelberger auf eine Bürgschaft bzw. einen Kredit der Staatsbank KfW zuzustimmen, schreibt die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf Angaben des Wirtschaftsministeriums. Zum Umfang der bewilligten Hilfen machte der Ausschuss keine Angaben.

Der MDAX-Konzern war am Donnerstagmorgen ebenso nicht für eine Stellungnahme zu dem Bericht zu erreichen wie das Bundeswirtschaftsministerium.

"Der Spiegel" hatte am Montag berichtet, Heidelberger Druck strebte eine Staatsbürgschaft von 400 Mio EUR sowie einen Kredit vom Staat von 300 Mio EUR an. Der Maschinenbau insgesamt steckt nach massiven Orderrückgängen in der heftigsten Rezession seit Jahrzehnten. Die Druckmaschinenindustrie wird von der Wirtschaftsflaute am Schlimmsten mitgenommen - mit hohen Stornoraten und Bestellrückgängen jenseits der 50%. Hauptgrund für den Niedergang ist der Einbruch auf dem Printwerbemarkt, denn die Druckereien sind von Zeitungen abhängig, die wiederum auf Werbung angewiesen sind.

Der weltgrößte Hersteller von Bogendruckmaschinen Heidelberger Druckmaschinen hatte aufgrund der Wirtschaftskrise 2008/09 einen Nettoverlust von fast einer Viertel Milliarde Euro geschrieben. Daraufhin hatte der MDAX-Konzern angekündigt, insgesamt 5.000 Arbeitsplätze zu streichen - und damit doppelt so viel wie noch im vergangenen Herbst geplant.

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