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13.06.2003 - 

Softwaretrends/Kommentar

Heile Welt?

Stefan Ueberhorst Redakteur CW

Geht es um Trends in der IT-Infrastruktur, dominieren softwareseitig derzeit vier Themen: Enterprise Application Integration inklusive Web-Services, Open Source für geschäftskritische Applikationen, die konsequente Umsetzung von .NET in Microsofts nächster Server-Generation sowie Enterprise-Portale. Alle vier Bereiche haben komplexen Projektcharakter - und trotz der aktuellen Spar- und Konsolidierungsstimmung gute Perspektiven.

Alle vier Trends unterstützen die Bemühungen um eine kosteneffiziente IT. Das Thema Integration via Middleware etwa ist die Voraussetzung für Echtzeitunternehmen, in denen es darum geht, die für einen Geschäftsprozess benötigten Informationen dynamisch und zeitnah zur Verfügung zu stellen. Open Source bietet eine kostengünstige Alternative zu kostspieligen Individual- und Standardlösungen, insbesondere wenn Systemhäuser aus freien Standardkomponenten eine Infrastruktur zusammenstellen und dafür Service und Garantien übernehmen. Microsofts .NET erspart den Anwendern die Entscheidung für oder gegen die Java- beziehungsweise Microsoft-Welt, da beide Plattformen über Web-Services kommunizieren und deshalb unter einem Dach unproblematisch koexistieren können. Portale schließlich versprechen eine Anwendungsintegration am Frontend und kommen den Konsolidierungsbestrebungen entgegen.

Dem Ziel einer standardisierten, unternehmensübergreifenden Informationsverteilung war die Technik noch nie so nahe. Um dieses Potenzial zu nutzen, müssen Anwender aber organisatorisch umdenken. Der Haken liegt im altbekannten und fälschlicherweise mit der ERP-Einführung erledigt geglaubten Thema Geschäftsprozesse. Nur wer bei der IT-Konsolidierung in ausreichendem Maße berücksichtigt, dass Geschäftsabläufe nicht statisch sind und sich nicht funktional auf einzelne Abteilungen beschränken, dem könnte eine zumindest etwas heilere IT-Welt winken.