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27.03.1975

Heinz-Jochen Gudladt (34), zuletzt Telex-Geschäftsstellen-Leiter in Hamburg, leistet seit kurzem für die Cincom Systems International - europäischer Hauptsitz in Brüssel, Domizil der amerikanischen Muttergesellschaft in CincinattiOhio - Pionierarbeit. Nac

Heinz-Jochen Gudladt (34), zuletzt Telex-Geschäftsstellen-Leiter in Hamburg, leistet seit kurzem für die Cincom Systems International - europäischer Hauptsitz in Brüssel, Domizil der amerikanischen Muttergesellschaft in Cincinatti/Ohio - Pionierarbeit.

Nachdem Cincom ab 1972 von England und Frankreich aus mit dem Verkauf seines Datenbank - Verwaltungssystems Total, und des Online Kontroll-Systems Environ/1 Europa-Erfahrung sammelte, soll Gudladt als erster deutscher Cincom-Vertriebsrepräsentant den bundesdeutschen Markt aktivieren.

Als erster organisatorischer Schritt ist, außer dem Hamburger Vertriebsbüro, die Errichtung von Vertriebsstützpunkten in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, München und in zwei weiteren bundesdeutschen Städten bis Ende dieses vorgesehen. Neben dem anzuheuernden Vertriebsstab an der Verkaufsfront sollen festangestellte Systemspezialisten die schon vorhandenen acht Cincom-Kunden betreuen, beispielsweise 3M, Düsseldorf, Avon-Cosmetics, Neufahrn bei München, Ciba-Geigy, Freiburg, Vöst-Alpine, Linz.

Hauptangriffsfläche für das System-unabhängige Software-Paket Total sind, so Gudladt, die IBM-Benutzer ab System /3. Weil IBM seine lMS-Konzeption 1 und 2 nicht für die 360 und die kleinere 370 Serie anbiete, sieht Gudladt darin eine lohnende, "verwaiste" Marktlücke. Mit dem Online Kontroll-System Environ /1 begibt sich Cincom ebenfalls in direkte Schußlinie zum Marktführer. "IBM wird sich diesen Kuchen bei den kleineren Systemen nicht ohne weiteres wegnehmen lassen", prophezeit Gudladt, "sie wird sich aber daran gewöhnen müssen, daß auch andere Mitbewerber dem Anwender hier den gleichen Komfort bieten wie IBM bei größeren Systemen." (rai)

Peter R. Wurr (32), Geschäftsführer des CIT Transac Büro Deutschland, Frankfurt (noch vertreten durch die Compagnie Generale d'Automatisme, ebenfalls Frankfurt) verfolgt mit der bevorstehenden Gründung der Transac- Elektronische Daten-Systeme GmbH auch eine eindeutigere Vertriebsstrategie. Das bisherige Konzept unter den Fittichen der nach seinen Aussagen, "furchtbar konservativen" französischen Allmuter, der Compagnie Générale d'Electricité, Paris, sei ihm zu wenig aggresiv gewesen.

Auch habe es die Transac-Kunden herzlich wenig interessiert, welche gesellschaftsrechtlichen Verflechtungen hinter dem Unternehmen stünden: Ausschlaggebend sei für sie vielmehr ein potenter Technischer Kundendienst und eine angemessene Systemberatung.

Im Rahmen eines Fünfjahresplanes (Wurr: "ohne den wäre ich gar nicht erst im Herbst 1974 zu Transac gekommen") will Wurr für die Bankenterminals T 24 mit einem bedeutenden Hardware-Hersteller einen OEM (Original Equipment Manufacturer)-Vertrag abschließen Mit einem verstärkten Vertriebsstab sollen auch die 600 Benutzer von Großrechensystemen aufs Verkaufskorn genommen werden. "Hardware-Hersteller bieten relativ selten freiprogrammierbare Terminals an." Unter diesem Gesichtspunkt sehe er im forcierten End-User-Geschäft reellere Absatzchancen für die T 10-Familie (intelligente, freiprogrammierbare Bildschirmterminals mit Einzel- und Gruppenstationen).

Drittes Produktstandbein sind neu hinzugekommene DFÜ-Komponenten, wie beispielsweise Modems und Multiplexer. Wurr "Anwenderwunsch ist es, verschiedene Produktgruppen aus einer Hand zu bekommen." Neben der Bundesrepublik und Österreich seien auch Ostblockländer ein für Transac interessanter Markt. Der ehemalige MDS-MANN (Mohawk Data Systems) erklärt: Ich war gerade zur Leipziger Messe auf Sondierungstour." (rai)