Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

COMM-PRIX 77

HENKEL-NORSYS(HENKEL-NORmierte-SYStemgestaltung)Unter Einbeziehung des BenutzersNormierte Aufgabenbeschreibung

02.12.1977

Die graphische Darstellung zeigt die Aufgaben mit ihrem integrativen Beziehungszusammenhang, der durch die jeweiligen Kanäle hergestellt wird, auf. Das ,Wie' der Aufgabenerfüllung ist aus der Graphik nicht zu entnehmen. Hierzu wird die folgende normierte Aufgabenbeschreibung, wie sie der Kasten zeigt, herangezogen.

Die Koordinaten-Nr. im oberen Teil stellt das Verbindungsglied zwischen der Graphik und der Aufgabenbeschreibung dar.

Die normierte Aufgabenbeschreibung gliedert sich wie folgt:

Allgemeine Erläuterungen - hier ist das in der Aufgabe erzeugte Ergebnis zu definieren und der Grund für die Ergebnisermittlung anzugeben.

Erläuterungen zur Verarbeitung - hier wird einmal in verbaler Form angegeben, unter welchen Bedingungen welcher Berechnungsmodus zur Ergebnisermittlung benötigt wird. Zum anderen wird dieser Vorgang in Entscheidungstabellen präzisiert. Die hier auftretende Redundanz wird in Kauf genommen, um auch einem weniger geübten Leser von Entscheidungstabellen (dem Benutzer) die Verarbeitungsmethodik zu verdeutlichen.

Mengengerüst der Ein-/Ausgaben - Diese Angaben sind für die spätere Umsetzung des Sachproblems auf den Computer erforderlich. Das Mengengerüst bildet eine Komponente, um zu entscheiden, ob die Verarbeitung der Dateien direkt oder sequentiell vorzunehmen ist.

Zeitlicher Ablauf der Aufgabenerfüllung (in besonderen Fällen) - Diese Angaben sind anzuführen, wenn eine Ausnahmesituation zu dem üblichen Verarbeitungsturnus vorliegt (etwa Verarbeitung nur am Jahresende etc.).

Die computergestützte Datenverwaltung

Die Aufgabenstruktur/Kanalbeschreibung

Aufgrund des großen Mengenvolumens der Aufgaben je Arbeitsgebiet (im Personalinformationssystem handelt es sich um ca. 500 Aufgaben) und der damit im System fließenden Informationsarten (ca. 80 000) wird die Aufgabenstruktur etwa Kanalbeschreibungsliste maschinell erzeugt. Dabei wird automatisch ein Datenindex geführt, der alle im System fließenden Daten in alphabetischer Ordnung aufzeigt und angibt, bei welchen Aufgaben diese Daten Verwendung finden.

Der Datenindex

Das in der Aufgabe Bruttoentgelt erzeugte Ergebnis ist im Datenindex dokumentiert. Der Datenindex zeigt, in welchen Aufgaben das Ergebnis "Bruttoentgelt" Verwendung findet. Es handelt sich hier um die Aufgaben-Übersteuerung Be-/Abzugsarten (35-1333) und Nachweis der Bruttoentgelte (36-8214). Analog zur Aufgabenstruktur werden die Entstehung (Ausgabe-Kanal) und Definition (Feldlänge Datenformat) des Ergebnisses nachgewiesen.

Aufgabensynthese der HENKEL-NORSYS

Ausgangspunkt der Transformation des Sachproblems in ein Datenverarbeitungssystem ist die Zerlegung des Problems in kleinste Bausteine.

Um später jedoch einen besseren Einstieg in den integrativen Gesamtkomplex zu ermöglichen, besteht die Notwendigkeit, nach dem Prinzip der Aufgabensynthese den Detaillierungsgrad der Aufgaben durch Verdichtung aufzuheben und somit Stufen mit höherem Verdichtungsgrad zu bilden. Der Unterschied zu der durch die Aufgabenanalyse gebildeten Aufgliederung besteht einmal in der Blickrichtung zum anderen in dem einheitlichen Detaillierungsgrad der ersten Stufe. Grundsätzlich lassen sich vier verschiedene Stufen unterscheiden:

Die erste und detaillierteste Stufe tragt den Anforderungen der Transformation des Sachproblems auf den Computer Rechnung.

Die zweite Stufe soll einen Überblick über das jeweilige Teilgebiet vermitteln und komprimiert entsprechend logisch zusammenhängende Aufgaben zu einer Einheit. Es werden logisch abgegrenzte Einheiten (Aufgabenkomplexe) mit ihren Verknüpfungen untereinander dargestellt.

Ein Arbeitsgebiet kann in der Regel in entsprechende Teilgebiete (Subsysteme) aufgeteilt werden. Die dritte Stufe zeigt demzufolge ein Arbeitsgebiet mit seinen Teilgebieten, wobei jedes Teilgebiet eine Aufgabe darstellt (Rahmenkonzept des Arbeitsgebietes). Es wird der Verflechtungszusammenhang der Teilgebiete untereinander aufgezeigt.

Die vierte Stufe weist den höchsten Verdichtungsgrad auf; ein Arbeitsgebiet wird jeweils nur in einer Aufgabe dargestellt. Es wird somit der integrative Beziehungszusammenhang der Arbeitsgebiete untereinander aufgezeigt.

*Vgl. hierzu Punkt Bl a.