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17.06.2005

Herlitz wechselt den Partner

Der dritte Outsourcing-Vertrag glänzt mit Flexibilität.

VON CW-REDAKTEURIN KARIN QUACK

Die Herlitz AG, Berlin, bezieht ihre IT-Infrastrukturleistungen ab Dezember dieses Jahres beinahe komplett von Lufthansa Systems. Unter anderem wird die IT-Tochter des ehemaligen deutschen Staats-Carriers für den Papier-, Büro- und Schreibwarenproduzenten mit ange- gliederten Service-Gesellschaften alle Print-, Archivierungs-, Storage- und Backup-Services erledigen. Außerdem soll sie den SAP-Basisbetrieb übernehmen sowie die zentralen Windows-, Solaris- und Linux-Server am Laufen halten. Zum größeren Teil löst sie damit die Telekom-Tochter T-Systems ab, mit der Herlitz vor drei Jahren ein Outsourcing-Verhältnis eingegangen ist. Zuvor hatten die Berliner drei Jahre lang eine Partnerschaft mit der später von T-Systems übernommenen Daimler-Chrysler-Tochter Debis unterhalten.

"Wir befinden uns quasi in der dritten Outsourcing-Generation", bestätigt Jörg Berends, Geschäftsführer der Mercoline AG. Die hundertprozentige Herlitz-Tochter fungiert als DV-Service-Provider des Mutterkonzerns. Sie zeichnet nicht nur für die Anwendungsentwicklung verantwortlich, sondern auch für das Management der IT-bezogenen Dienstleistungsverträge. Damit nimmt sie die Position des Auftraggebers ein.

Diesmal sei der Outsourcing-Vertrag international ausgeschrieben worden, betont Berends, der seit 2003 im Amt ist. Das Angebot von Lufthansa Systems habe sich gegen 13 weitere Bewerbungen durchsetzen müssen.

Kosten nachhaltig gesenkt

Ausgezeichnet hat sich der Anbieter vor allem durch seine flexiblen Vertragsbedingungen. Dazu zählen die Kostenabrechnung in Abhängigkeit von der Nutzung sowie ein Sonderkündigungsrecht bei geschäftlichen Veränderungen. "Das Betriebsmodell kommt unserer Idealvorstellung von flexiblen IT-Services aus der Steckdose sehr nahe", erläutert der Mercoline-Geschäftsführer. Nach Angaben der Lufthansa-Tochter wird der neue Kunde die laufenden Kosten für seine IT-Infrastruktur "nachhaltig" senken können - nicht nur gegenüber einem Eigenbetrieb, sondern auch gemessen an den derzeit laufenden Verträgen.

Die Nennlaufzeit des neuen Abkommens beträgt fünf Jahre. Für diese Dauer übernimmt die Lufthansa-Tochter nicht nur die bislang von T-Systems erbrachten Leistungen, sondern auch Services, die heute entweder bei Mercoline oder beim Hamburger Hardwaredienstleister Comline angesiedelt sind.