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14.01.1983 - 

Swiss Connection:

Hermes gibt sich protektionistisch

14.01.1983

ZÜRICH (sg) - Selbst die tags zuvor bekanntgegebene Entlassung von 210 Mitarbeitern der Hermes Precisa International, mit der eine fast ein Jahr währende Phase der Kurzarbeit beendet werden soll, hat die schweizerische Verkaufsorganisation der Hermes nicht davon abhalten können, ihre neueste Vertriebsidee vorzustellen. So bot sich auch gleich die Gelegenheit, einen neuen Drucker zu präsentieren sowie einen Direktanschluß für die elektronische Schreibmaschine toptronic an das Internationale Telexnetz.

Die Vertriebsidee nennt sich "Swiss Connection". Was hat es damit auf sich? Im Prinzip ist das nicht mehr und nicht weniger, als wenn andere Herstellerfirmen von der EDV-Generalunternehmung oder von der Zusammenarbeit mit ihren Partnern, vorwiegend den momentan (noch) hoch im Kurs stehenden Softwarepartnern reden. Nur daß bei Hermes neben dem Softwarehaus eben auch noch der Produzent von Farbbändern mit von der Partie ist und die Partner vermeintlich alle "Schweizer Unternehmer" sind.

Bei genauerem Hinsehen jedoch sieht es so aus, als ob Hermes von der italienischen "Großeinkaufsgesellschaft mit Anspruch auf Weltformat", der Olivetti SA, beherrscht wird, ferner vom Partner für die Farbbänder, der Franz Büttner AG und von den finanziell ins Schwimmen geratenen Pelikan-Werken in Hannover; nur der Softwarelieferant, der kleinste Partner mit dem wohl größten Gewicht in diesem Verband, die Konnex AG, ist ein wirklich echtes Schweizer Unternehmen.

Die Ziele dieser neuen Gemeinschaft dürften indes klar sein. Denn auf der dank Rezessionsfieber frisch entfachten Welle eines neuen nationalen Bewußtseins, was man auch als Protektionismus verstehen kann, läßt sich der Existenzkampf im härter gewordenen EDV-Geschäft mit einer übermächtigen Konkurrenz sicher leichter an. So gesehen hat die Hermes Swiss Connection schon etwas Marktwirksames an sich.

Doch zeigt man bei Hermes durchaus noch Leistungen vor, Zum Beispiel mit dem bereits zur büfa '82 vorgestellten Flaggschiff Hermes 3000, einem Mehrplatz-Dialogcomputer, der jetzt mit dem auf Basic basierenden Standard-Softwarepaketen (HSS) der Konnex für Handel und Industrie angeboten wird. Diese Pakete werden zum Festpreis mit der Anlage geliefert. Anpassungen an Kundenwünsche sind indes eine Sache des Softwareproduzenten, der Konnex AG.