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20.07.1979

Hermes verlegt Software Entwicklung nach Basel

BASEL (sg) - Der Not gehorchend, und nicht unbedingt ganz frei von Zufälligkeiten wird die Hermes AG, schweizerische Vertriebsgesellschaft der von Hermes Precisa International produzierten Kleincomputer, ihre Software-Entwicklungsgruppe zukünftig in Basel einrichten.

Den Grund für diesen Schritt meint Marketing-Direktor J. P. Schwerzmann darin zu sehen, daß "es in relativer Nähe Basels - gemeint sind die elsässischen Metropolen Mulhouse und Strasbourg - noch praxisbezogene und kompetente Ausbildungsstätten gibt, die genügend junge EDV-Spezialisten hervorbringen" ! Darum lag offensichtlich nichts näher, als die Software-Entwicklung, ebenso wie dies zum Beispiel mit Erfolg schon seit Jahren bei der Hardware betrieben wird, in die Nähe der EDV-Ausbildungsstätten zu verlagern.

Noch ist man in Basel und damit in der Schweiz geblieben. Doch ist man bei Hermes, sollte es Schwierigkeiten bei der Erteilung einer ausreichenden Zahl von Grenzgängergenehmigungen geben, auch bereit, die Software-Entwicklung ganz nach Frankreich zu verlegen. Das wäre sicher nicht mehr "als recht und billig", denn wenn man schon die Ausbildung von in der Schweiz arbeitenden Softwarespezialisten dem französischen Staat überläßt, dann könnte man doch gleich die Produktionsstätten ins Nachbarland verlegen.

Hermes hätte es wohl gerne anders gemacht. Doch sah man keine Möglichkeit zur Rekrutierung einer genügend großen Zahl von Programmierern und Analytikern in der Schweiz. Zumal davon ausgegangen werden kann, daß eine EDV-Ausbildung auf MDT-Basis hierzulande gar nicht vorhanden ist. Und dies, obwohl die MDT die größten Wachstumsraten und -prognosen aufweist. Schon gar nicht zeigte man sich bei Hermes dazu bereit, die in der Folge der Personalknappheit katastrophale Lohnpolitik, welche in unrealistischen und vor allem ungesunden Lohnforderungen, respektive Lohnzugeständnissen leidgeprüfter EDV-Anwender zum Ausdruck kommt, mitzumachen