Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

22.07.1988 - 

Neuanbieter warten auf Generationswechsel:

Hersteller fürchten Zeit nach MS-DOS

MENLO PARK (CW) - Die führenden Softwarehersteller haben Probleme mit der Entwicklung neuer Hard- und Softwaregenerationen. Bei jeder Neuentwicklung müssen die Verantwortlichen Auswirkungen auf die bereits installierte Basis von Produkten fürchten.

"Wir wären bei neuen Ideen um einiges kreativer und innovativer, wenn wir nicht bei jedem Schritt die Kompatibilität mit bestehenden Anwendungen brücksichtigen bräuchten", sagt Chet Heath, Chef-Entwickler der Mikrokanalarchitektur von IBM. Den Luxus wirklicher Kreativität könne sich sein Unternehmen nicht leisten.

Heath's Aussage beschreibt das Dilemma, in dem sich die Großanbieter auf dem Markt der PC-Applikationen befinden: Unternehmen wie Lotus und Ashton-Tate müssen neuen und bedienerfreundlichen Softwarepaketen wie Excel, Quattro oder Paradox Paroli bieten und gleichzeitig die alten Kunden bei der Stange halten. Zusätzliches Kopfzerbrechen bereitet den Managern der Gedanke an hohe Support- und Schulungskosten, die neue Software mit sich bringt.

Am meisten fürchten die Hersteller jedoch die Zeit nach MS-DOS als Industriestandard. Sie rechnen mit neuer Konkurrenz. Diese wird ihrer Ansicht nach versuchen, von verzögerten Upgrades der etablierten Anbieter zu profitieren. So läßt die neue 1-2-3-Version von Lotus bis heute auf sich warten; Ashton-Tates Dbase IV ist trotz Ankündigung nicht lieferbar.

Marktexperten sehen die Sternstunde der Konkurrenz, wenn die ersten Versionen des Presentation Managers auf den Markt kommen. Da die, Umstellung auf diese Umgebung zwangsläufig mit Kosten verbunden sein wird - so ihre Meinung - könnten sich die DV-Chefs dann auch für bessere und innovativere Programme entscheiden.