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29.01.1999 - 

Hersteller gibt bei großen Sites den Ton an

Hersteller gibt bei großen Sites den Ton an Prozeßverwaltung macht Netscapes überarbeiteten Web-Server stabiler

MÜNCHEN (CW) - Besonders die Performance, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit hat Netscape eigenen Angaben zufolge bei seinem Web-Server "Enterprise Server 3.6" verbessert. So beschleunigt die Software Web-Anwendungen um ein Vielfaches.

Ein Highlight der neuen Version ist die Prozeßverwaltung. Da Web-Anwendungen nun in einem eigenen Prozeß ablaufen, bringt der Absturz einer Applikation nicht die gesamte Web-Site zum Stillstand. Kommt es zu einem Ablauffehler, starten Server- Monitore den betreffenden Job automatisch neu, ohne daß der Administrator Hand anlegen muß.

Anwendungen, die auf der Basis des Common Gateway Interface (CGI) oder der Netscape Server API (NSAPI) entwickelt wurden, führt das neue Release wesentlich schneller aus. Die überarbeitete CGI- Engine beschleunigt nach Firmenangaben Internet-Programme um 1500 Prozent. Außerdem unterstützt die Software nun auch Java-Applets (Servlets).

Das Netscape-Produkt erlaubt es Systemverwaltern, mehrere Web- Server zu einem Cluster zusammenzufassen - ein Feature, an dem besonders die Verwalter großer Sites ihre Freude haben dürften. Alle Server im Verbund lassen sich zentral starten oder stoppen sowie in der Konfiguration ändern. Darüber hinaus kann der Enterprise Server 3.6 über das Simple Network Management Protocol (SNMP) in Netz-Management-Systeme wie "CA Unicenter", "HP Openview", "BMC Patrol" und "Solstice" von Sun eingebunden werden.

Laut Hersteller ist das Produkt ab sofort für die Plattformen Windows NT, Solaris, HP-UX, AIX, Irix sowie Digital Unix verfügbar. Wann das Produkt hierzulande erhältlich sein wird, stand bis Redaktionsschluß noch nicht fest.

Netscape hat sich nach Angaben des US-Marktforschungsunternehmens Gartner Group als führender Anbieter von Web-Servern für Firmen etabliert. Laut einer Erhebung vom Oktober 1998 basieren 66,8 Prozent der Web-Sites der weltweit größten Unternehmen auf Servern des Herstellers. Microsofts kostenloser "Internet Information Server" (ISS) bringt es auf 16,8 Prozent und der ebenfalls frei verfügbare "Apache Server" auf 9,4 Prozent. Zwar werde nach Auffassung der Analysten Netscape seine Führung in den nächsten drei Jahren behalten, doch der Abstand zur Konkurrenz verringert sich. Nach Schätzungen der Gartner Group belegt IBM im Jahr 2001 mit dem "Domino Server" den vierten Rang.

Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet liegen Apache und Microsoft vorn. Das englische Internet-Beratungs- und - Marktforschungs-unternehmen Netcraft http://www.netcraft.com stellte bei seiner monatlichen Untersuchung der Web-Server- Verteilung im Januar dieses Jahres fest, daß mehr als 77 Prozent der rund vier Millionen betrachteten Sites den ISS oder den Apache Server einsetzen. Dabei wird allerdings anders als bei den Zahlen der Gartner Group die Firmengröße nicht berücksichtigt.