Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

16.03.2001 - 

Vereinheitlichung der drahtlosen Übertragung

Hersteller malen Vision von 4G

MÜNCHEN (CW) - Noch ist die dritte Mobilfunkgeneration nicht etabliert, da denken führende Industrieunternehmen schon über eine Nachfolgetechnik nach. Allerdings verraten die Pläne wenig Details.

Alcatel, Ericsson, Nokia und Siemens gehören zu den Gründungsmitgliedern des Wireless World Research Forum (WWRF). Ziel dieses Gremiums wird sein, "strategische Orientierung und Anstöße für die Forschung über drahtlose Kommunikation jenseits der dritten Generation" zu geben, so Martin Haardt, Direktor für internationale Projekte und Kooperation mit Universitäten bei Siemens. Produkte mit der geplanten Technik könnten um 2010 in Betrieb genommen werden.

Schon der Begriff "vierte Generation" (4G) löst allerdings Widerspruch aus. Walter Konhäuser, Chief Technical Officer bei Siemens, befürchtet, der Ausdruck könne potenzielle Nutzer der dritten Generation veranlassen, auf eine noch fortgeschrittenere Technologie in naher Zukunft zu warten. Der Übergang zu 4G beinhalte aber keinen Wechsel der Interface-Technologie, wie sie mit der Ablösung von GSM durch UMTS verbunden sei. 4G integriere vielmehr verschiedene drahtlose Verfahren - vom drahtlosen LAN und Bluetooth über Mobilfunksignale bis hin zu Radio- und Fernsehsendungen.

Als Beispiel für eine solche Integration drahtloser Standards führt Tero Ojanperä, Vice President for Research, Standardization and Technology bei Nokia, ein bereits existierendes Produkt an: eine Drahtlos-LAN-Karte mit integrierter Subscriber-Identity-Module-(SIM-)Karte, die in Mobiltelefonen Benutzerinformationen enthält. Diese Kombination erlaubt dem Benutzer die Authentisierung, wenn er sich mit dem Handy im LAN einloggen möchte.

Ojanperä warnt aber auch vor zu weit reichenden Zukunftsplänen: "Wir sollten zuerst die 3G- und sogar 2G-Systeme zum Laufen bringen und verbessern, um genügend Verkehr zu erzeugen, der 4G-Applikationen benötigt." Die erwähnten Anwendungen für die vierte Generation unterscheiden sich nicht von denen, die bereits für die dritte Generation versprochen wurden.