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05.05.1978 - 

The Waves of Change

Hersteller-perspektiven

Einige der großen Hersteller, wie Borroughs und Univac, haben Ihren Installationsbestand um jährlich 5 Prozent erweitert. Nach Univac-Angaben kamen über 50 Prozent der 90/30 Bestellungen von neuen Kunden. Bei den US-Behörden rechnet Univac mit einem jährlichen Installationszuwachs von 13 Prozent bis 1980.

Aber nicht nur der Behördensektor läßt überdurchschnittliche Zuwachsraten erwarten. Einer Studie des renommierten Marktforschungsinstituts IDC zufolge, verfügen über 18 Wirtschaftsbereiche über ein DV-Jahresbudget von 200 Millionen Dollar. Als expansivste Märkte werden Krankenhäuser, Banken sowie die Automobilbranche und andere Handelsunternehmen genannt.

Jede Diskussion über künftige Markttendenzen wäre ohne das Thema Textverarbeitung und Büroautomatisierung ein wenig sinnvolles Unterfangen Das Expansionspotential dieser beiden Teilmärkte ist enorm. Bereits 1985 werden bei IBM die Abteilungen "Office Products Division" (OPD) und "General Systems Division" allein so umfangreich sein wie derzeit die gesamten DV-Aktivitäten des Marktführers zusammen - so IBM Vice President Gil Jones. Mit anderen Worten: Der Umsatz allein dieser beiden IBM Divisions wird sich auf rund 10 Milliarden Dollar jährlich belaufen.

Elektronische Büros

IBMs neuer Word Prozessor/ 32 ist eine Mischung von Daten und Textverarbeitungssystem. Vieles an diesem Produkt deutet darauf hin, daß die elektronische Postübermittlung zwischen Unternehmen nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.

Allein in den USA hat die IBM General Systems Division bereits über 2000 Verkäufer auf den Textverarbeitungs- bzw. Bürosystemmarkt angesetzt. Getragen wird diese Offensive gemeinsam mit der Product Division, die auch wie bisher die wichtigsten Leitungsfunktionen übernommen hat. Doch auch hier kommen neue DV-Produkte verstärkt zum Einsatz. Zum neuen IBM Wordprocessor/32 gehört der Ink-Jet-Drucker Modell 46/40 mit automatischer Hardcopyeinrichtung und Magnetkarteneingabe. Der Tintenstrahldrucker schreibt Briefe in bester Schreibmaschinenqualität mit einer Geschwindigkeit von 77 bis 92 Zeichen pro Sekunde - das ist zweieinhalb mal so schnell wie vergleichbare Produkte der Konkurrenz.

Xerox, Burroughs und Honeywell sind ebenfalls im Textverarbeitungsmarkt engagiert. Honeywell konnte in Zusammenarbeit mit der Base Corp. IBM sogar um einige Längen überrunden. Seit 1977 bietet Honeywell nämlich sogenannte Clustersysteme (Mehrplatzsysteme) mit elektronischer Briefübermittlung und Einheiten zur elektronischen Datenspeicherung und -abfrage, die wesentlich mehr leisten als die

Text/Datenverarbeitungssysteme von IBM.

Das komplett automatisierte Büro - und davon ist die Textverarbeitung nur ein Teilbereich - ist heute technologisch realisierbar. Kein Wunder also, daß in diesem expansiven Markt sowohl etablierte Computerhersteller wie auch Unternehmen außerhalb der traditionellen DV-Branche um neue Marktanteile kämpfen.

Auch die Terminals - die innerhalb von Bürosystemen eingesetzt werden können - gehören zu den wachstumsstärksten Märkten der achtziger Jahre. Bis 1980 dürfte sich der Gesamtbedarf auf 4,5 Millionen Einheiten belaufen. Derzeit sind mehr als 1,5 Millionen Terminals installiert - das entspricht einer jährlichen Zuwachsrate von 25 Prozent.

Bei den rundum positiven Wachstumsaussichten in der DV-Branche gibt es aber auch Wachstumsbremser. So hat eine Untersuchung der Advanced Computer Technique Corp. (ACT) aufgezeigt, daß für viele Endbenutzer die gespeicherten Daten überhaupt nicht oder nur unzureichend zugänglich sind.

Über achtzig Prozent der DV-Aufgaben werden heute sequentiell oder per Batchbetrieb erledigt. Die Benutzer unterhalten oft Banddateien mit größtenteils redundanten oder inaktiven Daten. Diese ungenutzten Daten sind kostspielig und haben keine Funktion.

Diese grundsätzlichen Mängel heutiger Computersysteme müssen wir im Auge behalten, wenn wir den hohen DV-Anforderungen der achtziger Jahre gerecht werden wollen. Schwachstellen dieser Art müssen aufgedeckt und beseitigt werden; dabei kommt der Verbesserung der Datenzugriffsmöglichkeiten eine zentrale Rolle zu.

Charles P. Lecht ist Gründer und Vorsitzender der Advanced Computer Techniques Corporation (ACT).

Übersetzung Reinhold Falkner

Wird fortgesetzt