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Nach Analystenkritik


11.06.2004 - 

Hersteller werben für Wimax-Potenzial

MÜNCHEN (CW) - Auch wenn es noch mindestens zwei Jahre dauern dürfte, bis Wimax-Equipment und -Dienste auf dem Markt erhältlich sind, rühren die Hersteller bereits heute kräftig die Werbetrommel für die breitbandige Funktechnologie. Analysten betrachten die Technologie bereits als overhyped.

Bei Wimax handelt es sich um eine breitbandige Funktechnik, die im IEEE-Standard 802.16 definiert ist. Mit ihr lassen sich im Gegensatz zu den in der IEEE-Norm 802.11 spezifizierten WLANs Entfernungen von 20 bis 30 Kilometer überbrücken. Dabei sind Transferraten von bis zu 70 Mbit/s angepeilt. Mit diesen Leistungsdaten würde Wimax die Lücke zwischen WLANs und UMTS schließen.

Gerade an der Positionierung von Wimax scheiden sich die Geister. So sehen die Wimax-Kritiker die breitbandige Funktechnolgie vor allem als eine Alternative zu DSL und Kabelmodems. Und hierfür, so die Analysten, käme die Technologie 2006 zu spät, denn dann hätten die meisten Haushalte bereits einen breitbandigen Anschluss und damit keinen Bedarf für Wimax. Diese Argumentationskette mag das Wimax-Lager nicht teilen. So ist etwa Francois Cadorel, Direktor der Mobile Communications Group bei Alcatel, davon überzeugt, dass Wimax nicht mit DSL oder Kabelmodems sowie den Mobilfunknetzen konkurrieren, sondern als komplementärer Dienst unterwegs genutzt werde. (hi)

Abb: Funkstandards im Überblick

Wimax schließt bei den Funkstandards die Lücke zwischen Funk-LANs und UMTS und überbrückt Entfernungen von 20 bis 30 Kilometern. Quelle: Intel