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30.08.1991 - 

Als Folge der hohen Zölle auf LCD-Displays aus Japan

Hersteller wollen portable PCs außerhalb der USA produzieren

FRAMINGHAM (IDG) - Einige amerikanische Produzenten von tragbaren Computern wollen angesichts der durch die International Trade Commission (ITC) angekündigten Antidumping-Maßnahmen gegen LCD-Displays aus Japan ihre Drohung wahrmachen, in Ländern außerhalb der USA zu fertigen.

Die in der vergangenen Woche beschlossene Regelung der ITC, Displays aus japanischer Produktion mit Strafzöllen von bis zu 63 Prozent zu belegen, versuchten einige betroffene Produzenten von portablen Maschinen, wie IBM, Apple und Dolch, rückgängig zu machen. Sie erklärten gegenüber der Kommission, daß die Niedrigpreise der Japaner keinen negativen Einfluß auf die einschlägige heimische Industrie haben könnten, weil es praktisch keine US-Hersteller gebe, die diese Produkte herstellten.

Das Argument der "faktischen Nicht-Existenz" von amerikanischen Produzenten wiesen Sprecher der Optical Imaging Systems Inc.(OIS), die neben anderen das amerikanische Wirtschaftsministerium um Schutz vor Dumping-Preisen gebeten hatten, als stark übertrieben zurück. Das Unternehmen ließ verlauten, man sei bereits vor einigen Jahren von Portable-Herstellern besucht, aber als Lieferant abgelehnt worden, weil die Produktionskapazität zu klein gewesen sei. Inzwischen, so OIS weiter, betrachte man sich allerdings als "potentielle Alternative" zu japanischen Herstellern.

Nachdem der Versuch, die Regelung auszuhebeln, ergebnislos verlaufen war, kündigte die Dolch Computer Systems an, sie werde ab nächsten Monat ihre tragbaren Rechner in Deutschland produzieren. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, man wolle wegen dieser Maßnahme zwar keine Mitarbeiter entlassen, werde aber bei Neueinstellungen zurückhaltender sein. Zur Zeit kauft Dolch die Farb-LCDs von Sharp. Auch IBM und Apple hatten damit gedroht, die entsprechenden Aktivitäten ins Ausland zu verlagern, kündigten bislang aber keine konkreten Schritte an.

Sollten die Rechnerhersteller gegen die ITC-Regelung Klage beim Amerikanischen Court of International Trade erheben, würde Insidern zufolge wahrscheinlich ihre Erklärung, es gebe praktisch keine Produzenten von LC-Displays in den USA, im Mittelpunkt der Untersuchung stehen.