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10.03.1995

Hersteller zeigten in Bruessel Anwendungsszenarien der vernetzten Gesellschaft Die Informationsgesellschaft ist teilweise bereits Realitaet

BRUESSEL (hi) - Waehrend die Politiker auf dem G7-Gipfel in Bruessel noch ueber Risiken und Moeglichkeiten der kuenftigen Informationsgesellschaft diskutierten, demonstrierte die Industrie nebenan im Espace Leopold bereits verschiedene Anwendungsszenarien. Sicherlich, viele der gezeigten Applikationen haben noch den einen oder anderen Haken - doch die Ausstellung vermittelte einen ersten Eindruck, in welche Richtung die Reise geht.

Was vor wenigen Jahren noch wie Science-fiction anmutete, ist heute bereits Realitaet. Machten bisher die sogenannten 3D-Helme eher als realitaetssimulierendes Spiele-Interface von sich reden, so zeigte die CAE Electronics, wie sich diese Technik im Fabrikationsprozess einsetzen laesst. Mit Hilfe des Anzeigegeraets koennen Fabrikarbeiter Roboter in allen Richtungen fernsteuern.

Ford und Silicon Graphics fuehrten mittels Videokonferenzen und elektronischen Flipcharts vor, wie an verschiedenen Orten gleichzeitig an neuen Konstruktionen einschliesslich 3D-Modellen gearbeitet werden kann. Das hierzu erforderliche Netz koennte beispielsweise von Siemens-Nixdorf kommen. Mit dem "Global Engineering Network" praesentierte das Unternehmen seine Vision der elektronischen Zusammenarbeit zwischen Designern, Produzenten und Systemintegratoren. Ebenfalls der Netztechnologie zur verteilten Produktion nahmen sich die DeTeBerkom, die Telekom sowie die BIBA Bremen an, die die Uebertragung hochaufloesender Bilder, Videos etc. demonstrierten.

Reisen am elektronischen Kiosk online buchen

Fast schon alltaeglich war dagegen, was an Anwendungen fuer das moderne Buero zu sehen war: Videokonferenzsysteme von Fujitsu, Internet-Zugang via Mosaic oder schnurlose Telefone gemaess DECT- Standard von Ericsson. Ueber die bekannten Szenarien hinaus ging Siemens mit dem Prototyp einer persoenlichen Multimedia-Zeitung, die die Nachrichten nach den Wuenschen und Interessengebieten des Anwenders automatisch zusammenstellt. Der Sprachenvielfalt im asiatischen Raum nahm sich das CICC an und stellte ein multilinguales Uebersetzungssystem vor, das zwischen Japanisch, Chinesisch, Malayisch, Indonesisch und Thai uebertraegt. Von Olivetti, Motorola und British Telecom kam einer der ersten interaktiven Multimedia-Kiosks, der das remote Buchen von Reisen ermoeglicht.

Einen ersten Einblick, welche Umwaelzungen im Gesundheitswesen bevorstehen, gaben Unternehmen und Organisationen wie HP, Philips, DeTeBerkom, EDS, die Weltgesundheitsorganisation WHO oder das Epic Consortium. Die Szenarien reichen vom remoten Zugriff auf Patientendaten ueber ein Informationsnetz der WHO bis hin zur ATM- Vernetzung der kardiologischen Abteilungen der Krankenhaeuser in Bruessel, Berlin und Ottawa.

Der Verbesserung der medizinischen Versorgung in laendlichen Gebieten widmet sich ein Projekt der Mayo Clinic in Rochester: Via Datenleitung holt sich der Arzt Rat beim entfernten Spezialisten. Einen Schritt weiter geht der "Tele-Alarm" des Epic Consortium, das ueber Sensoren die Messwerte der Patienten zu Hause an den Arzt uebermittelt.