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31.01.1975 - 

Erstmalig:

Herstellerunabhängige Disketten-Schulung

31.01.1975

HAMBURG - Bisher konnten sich Benutzer und Interessenten des Datenrfassungssystems IBM 3740 nur beim Hersteller über eine Umstellung der Datenerfassung von konventioneller Lochkarte auf neue Speichermedien, wie die "Diskette" informieren. So wurden die Schulungkurse für diesen Datenträger des Systems 3740 nur von IBM selbst vorgenommen.

Ab Februar 1975 ist erstmalig eine herstellerunabhhängige Diskettenschulung möglich. "Wir haben mit den Vertriebsbeaftragung beziehungsweise mit den Geschäftsstellenleitern von IBM in Bremen, Hamburg und Kiel gesprochen.

Sie haben uns ihr Okay gegeben und ihre Unterstützung zugesagt", erklärt Horst Eckhardt von der Hamburger Eckhardt Datentechnik.

Firmenneutrale Information

Sein EDV-Servicebetrieb steigt nun mit den OriginalUnterlagen, die von der IBM gekauft werden, in die Tagesschulung ein: "Die firmenneutrale Information und Ausbildung von Datenerfassungskräften", so Eckhardt, sollen nicht nur das Bedienungspersonal rechtzeitig auf die Umstellung vorbereiten, sondern vor allem die technologischen Umstellungsschwierigkeiten nach Möglichkeit lösen, bevon die neuen Geräte beim Anwender stehen.

Vorbedingungen für die theoretische Schulung, Dauer zwei Tage, sind EDV-Grundkenntnisse. Für die praktische Unterrichtung - drei Tage-wird eine Ausbildung als Datenerfasserin - Lochkarte, Lochstreifen und Banderfassung vorausgesetzt.

Um auf die speziellen Probleme der Teilnehmer individuell eingehen zu können, sind die Kurse auf maximal acht Teilnehmer begrenzt. Die Gebühren belaufen sich für den theoretischen Teil auf 260,- Mark.

Die Teilnahme am praktischen Part kostet 390 Mark (jeweils ohne Mehrwertsteuer). ln den genannten Preisen sind die erforderlichen Lehr- und Handbücher enthalten.

Erhoffter Erfahrungsaustausch

Bei den potentiellen Anwendern des 3740 Datenerfassungssystems wirbt Horst Eckhardt geschickt mit einer Teilnahmeklausel: Nach AbschluB eines Kurses haben die Schüler automatisch das Anrecht auf die Teilnahme an einem Arbeitskreis von insgesamt 40 Stunden. Hier soll nicht nur das erworbene Wissen kostenlos vertieft werden. Initialzündung für diesen versprochenen Gratis-Arbeitskreis ist vielmehr der - von Eckhardt - erhoffte Erfahrungsaustausch der Anwender untereinanderund - mit seinem Servicebetrieb. "Die Vor- und Nachteile des neuen Systems sollen durch die Benutzer selbst herausgestellt und diskutiert werden." _ Ein weiterer Schritt zum unabhängigen und kritischen Anwenderverhalten?

Sorge, es könnten nicht genügend Anmeldungen für seine Diskettenschulung eingehen, hegt Eckhardt keineswegs: "Ich weiß von meinen Kunden - großen Anwenderfirmen im Hamburger Raum - daß sie häufig bei Hersteller-Kursen lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen." Deshalb seien seine Kurse sogar als eine Entlastung der Hersteller anzusehen.