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Implementierung bei 4000 Dienststellen geplant

Hessisches Finanzministerium automatisiert Haushaltsvollzug

15.06.1990

WIESBADEN (CW) - Das Hessische Finanzministerium plant die Automatisierung des Haushaltvollzugs und der Staatskassen-Buchungsverfahren. Auftragnehmer ist die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) in Wiesbaden, teilte Finanz-Staatssekretär Claus Demke mit.

Das Projekt zur Automatisierung des Haushaltsvollzugs setzt auf den einzelnen im Landesetat enthaltenen Haushaltstiteln auf, erklärte Detlef Muth, Projekt-Manager bei der HZD. Das System auf Unix- oder MS-DOS-Basis, das im Endausbau bei allen rund 4000 Dienststellen des Landes (Schulen, Straßenbau-Ämter etc.) vorhanden sein soll, überwacht die Ausgaben dieser Mittelverbraucher im Rahmen der verschiedenen Etatposten. Weil hier meist mehrere Dienststellen auf ein und denselben Titel zugreifen, ergeben sich Anforderungen der verteilten Datenverarbeitung, so Muth.

Mit Hilfe des zweiten Projektgegenstandes, des Buchungsverfahrens, werden die hessischen Staatskassen die Zahlungsanweisungen der einzelnen Dienststellen verwalten. - Dienststellen, also Verbraucher öffentlicher Mittel wie Kindergärten, transferieren selbst kein Geld, sondern stellen Geldanweisungen für ihre Dienstleister und ihr Personal an die jeweils zuständige Staatskasse aus, welche dann die Beträge auszahlt. Zwischen dem Haushaltsvollzugs- und dem Staatskassen-System sind Schnittstellen zur Datenübernahme vorgesehen.

Laut Demke peilt das Finanzministerium mit den neuen Systemen eine besser überschaubare Ausgabenbewirtschaftung und Liquiditätsplanung sowie eine zeitnähere Kontrolle an. Von der Auftragserteilung an einen externen Partner erhofft sich die Behörde, so der Staatssekretär, neben einer spürbaren Senkung der Verwaltungskosten auch die Gewähr, daß die Landeseinrichtung HZD weiterhin erfolgreich als Profit-Center arbeiten könne.