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29.01.1993 - 

RISC-Rechner und Mips-Technologie mit grossen Zuwachszahlen

Hewlett-Packard ist Verlusten zum Trotz noch Nummer eins

Zu diesen Ergebnissen kommt Andrew Allison in seiner juengsten Ausgabe des "RISC Management Newsletters", der im kalifornischen Carmel erscheint. Insgesamt wurden 1992 dreimal soviel RISC- Prozessoren verkauft als im Jahr zuvor. Allerdings entfallen von den 4,1 Millionen CPUs mehr als die Haelfte auf Intels 960-RISC- Chip. Dieser fand jedoch nicht in Rechnern sein Aufgabenfeld, sondern in hohem Masse in Hewlett-Packards (HP) neuen Laserdruckern "Laserjet IV". Aehnlich verhaelt es sich zum Beispiel auch mit dem 29000-Chip von AMD, der ebenfalls ueberwiegend in Embedded- Anwendungen genutzt wird.

Der Allison-Bericht bestaetigt einmal mehr, dass der RISC-Markt von vier Unternehmen beherrscht wird: HP, Sun, Silicon Graphics (SGI) als Aufkaeufer und Verwalter der Mips-Technologie sowie die IBM teilen sich gut 88 Prozent des gesamten zu verteilenden Kuchens.

Spitzenreiter ist nach wie vor HP. Mit 30,8 Prozent Marktanteil konnten die Kalifornier sich gegenueber dem Zweitplazierten Sun (25,1 Prozent) wieder an der Topposition behaupten. Allerdings schmilzt der Vorsprung kraeftig: 1991 durfte sich HP mit 35 Prozent noch mehr als ein Drittel des gesamten Marktes zurechnen. Suns System-Durchdringung bei Anwendern wies seinerzeit noch 26,4 Prozent auf.

Silicon-Graphics-Tochter Mips mit Umsatzsprung

Noch auf einen Medaillenrang kam ueberraschenderweise die SGI- Tochter Mips Technologies Inc.: Trotz des Scheiterns der ACE- Initiative plazierte sich der vor allem wegen seiner herausragenden Compiler bekanntgewordene RISC-Hersteller mit genau einem Fuenftel des Gesamtumsatzes noch weit vor Big Blue. 1991 deckte Mips, deren Umsaetze vor allem aus dem OEM-Geschaeft resultieren, nur 12,4 Prozent des Marktes ab. Den grossen Sprung erklaerte Allison gegenueber der COMPUTERWOCHE vor allem mit starken Verkaeufen von OEM-Partner NEC in Japan sowie den guten Resultaten von SGI.

IBMs Umsatzanteil von 12,3 Prozent blieb gegenueber 1991 (12,4 Prozent) konstant. Trotzdem merkt Allison an, dass Big Blue anlaesslich der Einfuehrung seiner RS/6000-RISC-Systeme im Fruehjahr 1991 bei den Erfolgsprognosen doch etwas vollmundig argumentierte: Die damals erhobene Zielvorgabe, binnen kurzer Frist im Unix- Workstation- und -Server-Markt die Nummer eins zu sein, "duerfte sich zunehmend schwierig gestalten".

Die Clipper-CPU verlor gegenueber 1991 2,1 Prozent Marktanteil (1992: 6,0 Prozent), Motorolas 88100-RISC-Architektur lag im abgelaufenen Jahr mit 3,3 Prozent auf Rang fuenf (1991: 2,9 Prozent).

Allison glaubt, dass 1993 zu einem sehr guten Jahr fuer HPs Unix- Systeme werden koennte. Fuer das laut einer Infocorp-Studie schon bisher fuehrende Unternehmen in diesem Marktsegment (vgl. CW Nr. 1/2, vom 8. Januar 1993, Seite 19, und CW Nr. 3, vom 15. Januar 1993, Seite 22: "Proprietaere Rechner sehen..."), sieht der Analyst 1993 einen Umsatzsprung von "mindestens 40 Prozent" gegenueber 1992 voraus. Diese Steigerung werde mit einem Wachstum an ausgelieferten Systemen von 80 Prozent korrelieren.