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04.01.1991 - 

Systemfamilien 9000 und 3000 werden ausgebaut

Hewlett-Packard präsentiert RISC-Minicomputer und -Server

MÜNCHEN (CW) - Hewlett-Packard hat seine proprietäre Minicomputerserie HP 3000 um zwei neue Top-Modelle ergänzt und drei neue Unix-Server der unteren und mittleren Leistungsklasse vorgestellt.

Sowohl die Mehrplatz-Systeme als auch die Unix-Server basieren auf der HP-eigenen PA-RISC-Architektur. Die Prozessoren werden im CMOS-Verfahren mit Submikrometer-Strukturen hergestellt. Die neuen 9000er Minicomputer-Modelle 948 und 958 sind samt Peripherie in einem Standgehäuse integriert. Zur Standardperipherie zählen unter anderem ein Streamer-System, das bis zu 4,7 GB auf einer Kassette speichern kann, und Festplatten mit einer Kapazität von bis zu 2,6 GB.

Vorgängerserien lassen sich auf rüsten

Nach Herstellerangaben erreicht das Modell 948 eine Rechenleistung von 39 Transaktionen pro Sekunde (TpS) nach dem Benchmark-Test TPC-A. Das ist rund doppelt soviel wie beim etablierten Modell 932. Modell 958 liefert mit 50 TpS eine Steigerung der Leistung von 60 Prozent gegenüber Modell 948. Die Vorgängerserien 932 und 922 lassen sich durch Platinenaustausch auf die neuen Modelle nachrüsten. Beide Systeme können ab sofort zum Preis von rund 300 000 Mark (948) beziehungsweise 450 000 Mark (958) bestellt werden.

Im Laufe dieses Jahres, so war bei der Produktvorstellung zu

erfahren, wird HP neue Top-Modelle der Serie 3000/870S herausbringen. Sie werden mit drei oder vier RISC-Prozessoren bestückt sein, deren Leistungsfähigkeit noch gesteigert werden soll.

Im Frühjahr will HP dann auch die Version 8.0 seines Unix-Derivates HP-UX herausbringen. Dabei wird es sich um eine Mixtur aus AT&T Unix System V.3 und System V.4 handeln. Im nächsten Jahr will das Unternehmen sein Unix mit dem Release von HP-UX 9.0 an den OSF/1-Standard anpassen. Eine "reine" OSF/2-Version will HP aber bereits in diesem Jahr zusammen mit neuen Workstations anbieten. Diese Workstations mit dem HP-internen Codenamen "Snake" sollen auf der PA-Architektur basieren und in Kooperation mit fernöstlichen Herstellern gebaut werden.

Für die Systemfamilie 3000 hat HP darüber hinaus eine Reihe neuer Softwareprodukte von Drittanbietern freigegeben. Die Pakete werden von HP gemeinsam mit den Herstellern vermarktet. Einsatzgebiete sind unter anderem Fertigungsautomatisierung mit MRP II (Hersteller: Fourth Shift Corp,), Personalverwaltung (Peoplesoft Inc.), Rechtspflege (Computrac) und Großhandel (Distribution Resources Co.).

In der Unix-Familie 9000 hat HP die Serversyteme 842S, 852S und 865S für den kommerziellen Einsatz vorgestellt, die nach HP-Angaben die bisher verfügbare Leistung dieser Serverfamilie verdreifachen. Auch hier können die älteren Modelle durch Austausch der Platine auf die neuen Modelle aufgerüstet werden. Der Prozessor des Modells 842S ist mit 28 Megahertz getaktet und erreicht eine Leistung von 29 MIPS und 6,9 Mflops. Der Speicher kann von 32 MB auf 256 MB aufgerüstet werden, die Plattenkapazität von 670 MB auf 2,68 GB. An den Rechner lassen sich 80 Terminals anschließen. Modell 852S ist mit 50 Megahertz getaktet und erreicht 52 MIPS und 11,4 Mflops, es werden ebenfalls 80 Arbeitsplätze unterstützt. Bis zu 512 Terminals können an das Modell 862S angeschlossen werden; Auch hier ist der Prozessor mit 50 Megahertz getaktet, die Leistung liegt bei 53 MIPS und 11,3 Mflops.

Alle drei Modelle werden ab Februar zu Preisen von zirka 200 000 Mark (842S), 300 000 Mark (852S) und 550 000 Mark (862S) ausgeliefert.

In Sachen Software bietet HP jetzt mit "New Wave Access" ein Paket, das es PC-Anwendern ermöglicht, auf Daten, die auf Servern der Systeme HP 9000 und HP 3000 gehalten werden, zuzugreifen.

Die via New Wave Access hergestellten Verbindungen sind dynamisch, das heißt, wenn sich die Daten in einem der Rechner ändern, werden alle damit verknüpften Dateien in anderen New Wave-Applikationen, wie Tabellenkalkulation, Dokumente und Grafiken aktualisiert. Auch Daten aus zahlreichen MS-DOS- und Windows-Anwendungen können hier nach HP-Angaben integriert werden.