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06.05.1988 - 

Neue Modelle für transaktionsorientierten und rechenintensiven Markt:

Hewlett-Packard rundet RISC-Spektrum ab

BÖBLINGEN (CW) - Ein neues Spitzenmodell krönt die RISC-Produktreihe von Hewlett-Packard. Das Unternehmen unterwarf die Rechnerfamilien HP 3000 und HP 9000 einem Revirement. Das Ergebnis: sieben neue Rechnermodelle für kommerzielle und technisch-wissenschaftliche Anwendungen.

Die derzeit leistungsfähigste Maschine aus dem Hause Hewlett-Packard ist die neue HP 3000 Modell 955. Mit ihren 11 Mips positioniert sie der kalifornische Hersteller gegen die VAXen der 8800er-Baureihe des Branchenzweiten Digital Equipment. Hewlett-Packards Serie 3000 zielt ausschließlich auf den kommerziellen Markt und läuft unter dem für die Online-Transaktionsverarbeitung optimierten, HP-eigenen Betriebssystem MPE. Die Baureihe HP 9000 basiert im Prinzip auf der gleichen Hardware, läuft jedoch unter dem Unix-Derivat HP-UX und zielt eher auf den technisch-wissenschaftlichen Sektor.

Die 955 leistet laut Hersteller rund 50 Prozent mehr als das bisherige HP-Flaggschiff HP 3000 Modell 950. Sie bedient bis zu 400 Bildschirmarbeitsplätze, ist mit 48 bis 128 Megabyte Hauptspeicher ausgestattet und steuert Massenspeicher mit einer Gesamtkapazität von bis zu 17 GB an. Die Zentraleinheit (ohne Massenspeicher und Terminals) soll rund 950 000 Mark kosten. Mit ihrer Auslieferung will HP zum Jahresende beginnen.

Das Modell 935 ersetzt künftig bei einer Leistungssteigerung von rund 30 Prozent die 930. Maximal 240 Bildschirme lassen sich anschließen, der Hauptspeicher ist zwischen 32 und 96 MB konfigurierbar, und das Systemgehäuse nimmt zwei Festplatten von 571 MB Kapazität auf; extern lassen sich bis 13,7 GB anschließen. Zu einem Preis von rund 400 000 Mark will der Anbieter ab Herbst mit den Installationen beginnen.

Die kleineren Modelle der HP3000-Reihe, die Typen 925 und 925LX, sollen ab Juni zur Verfügung stehen. Für rund 180 000 Mark beziehungsweise, 117 000 Mark unterstützen sie 152 (32) Terminals und greifen auf einen Arbeitsspeicher von 32 (24) MB zu. Die Plattenkapazität beläuft sich auf 9,1 GB respektive 4,5 GB.

In der Unix-orientierten Baureihe HP 9000 entspricht das neue Modell 855S nach Angaben aus dem Hause HP etwa dem kommerziellen HP 3000 Modell 955S. Preise und Lieferzeiten liegen entsprechend. Darunter liegt das System 835SE, das bis zu 70 Terminals verwaltet und etwa 280 000 Mark kosten soll. Eine weitere Etage tiefer hat HP das Modell 835S angesiedelt. 30 Bildschirme lassen sich anschließen, der Preis wird bei etwa 108 000 Mark liegen. Alle diese neuen Rechner der Baureihe 9000 sind mit einem ebenfalls neuen Gleitkomma-Subsystem ausgestattet, das eine Rechenleistung von gut 2 Megaflops ermöglichen soll. Die Installationen sollen etwa zeitgleich mit den jeweiligen HP-3000-Modellen beginnen.

Hinsichtlich der künftigen Produktstrategie äußerte ein HP-Sprecher, sein Unternehmen plane derzeit keine Multiprozessor-Konfigurationen wie andere Hersteller. Die eigene RISC-Architektur biete noch genügend Luft für Leistungssteigerungen ohne den Overhead, den Multiprozessoren mit sich brächten Spezialprozessoren für E/A-Vorgänge, Arithmetik oder Grafik seien in diesem Kontext sinnvoller als symmetrische Multiprozessor-Anordnungen.