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28.03.1978 - 

Exorbitantes Wachstum im Computerbereich:

Hewlett-Packard steigen Umsatz und Gewinn

BÖBLINGEN - Der Inlandabsatz der Hewlett-Packard GmbH kletterte - gemessen am Gesamtumsatz - im vergangenen Jahr von 43 auf 48 Prozent. Ein Blick auf den Zehnjahres-Vergleich zeigt ein "exorbitantes" Wachstum im Computerbereich. Noch 1968 betrug der Umsatzanteil des HP-Bereichs "Datentechnik" ganze vier Prozent; im vergangenen Jahr konstatierten die HP-Statistiker einen Anteil von 42 Prozent - ebensoviel wie der einst mit knapp 90 Prozent vorherrschende Unternehmensbereich "Test und Meßgeräte". "In 1978", mutmaßt Knoblauch, "wird der Bereich Datentechnik weltweit stärkste HP-Produktgruppe".

Noch erfreulicher als der Umsatz hat sich der HP-Gewinn entwickelt: Der in 1977 erzielte Reingewinn (nach Steuern) stellt einen Anstieg um 18,5 Prozent auf 32 Millionen Mark dar. "Die Gründe hierfür liegen im günstigeren Materialeinkauf, vorwiegend im Ausland", konstatierte Knoblauch, "außerdem erhöhte sich der Umsatzanteil aus der Fertigung der deutschen Betriebe gegenüber dem Umsatzanteil aus Handelsware". Die vor zwei Jahren begonnene und in diesem Geschäftsjahr fortgeführte Bereinigung des Produktionsprogramms habe gleichfalls zum verbesserten Geschäftsergebnis beigetragen. In der Erkenntnis, daß sich auch ein Minicomputer-Hersteller langfristig nicht den Forderungen des Marktes verschließen kann, hat Hewlett-Packard das Karlsruher Softwarehaus GSE mit 13 Softwareexperten - für kommerzielle Anwendungsprogrammierung - käuflich erworben. Dazu der HP-Boß: "Wir haben damit die Softwareentwicklung für unsere Rechner in eigene Hände genommen."

Der Auftragseingang in Höhe von 1,43 Milliarden Dollar in 1977 - im Gesamtunternehmen - wurde zu 46 Prozent außerhalb der USA erzielt. Das deutsche Geschäft ist am Konzernumsatz mit 15 Prozent beteiligt; damit ist das Böblinger Unternehmen die größte HP-Konzerngesellschaft außerhalb der USA. Auch die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in der Bundesrepublik haben sich im Geschäftsjahr 1977 von 7,8 Millionen auf 8,4 Millionen Mark erhöht. Diese Aufwendungen beziehen sich auf die Entwicklung von Produktion, für die die bundesdeutschen Werke die weltweite Verantwortung innerhalb des HP-Konzerns tragen. Auf den Verfall des Dollarkurses anspielend erklärte Knoblauch: "Die Dollarschwäche hat für uns zwei Seiten. Einerseits müssen wir zwar teurer einkaufen, auf der anderen Seite können wir aber auch billiger verkaufen. Der HP-Manager schätzt, daß das Preisniveau heute gegenüber Ende 1976 um 15 bis 16 Prozent günstiger ist. "1977 war für uns ein gutes Jahr", konstatierte auch Klaus-Dieter Laidig, verantwortlich für Computer-Systeme. Dies sei unter anderem auf das günstige Verhältnis von zwanzig Prozent Herstellungs- und nur vier Prozent Handelsumsatz zurückzuführen. "Für dieses Jahr", so Laidig, "erwarten wir ein ähnliches Ergebnis wie 1977."

Schwierigkeiten bereite es nach wie vor, qualifiziertes Personal vor allem für den Vertrieb zu finden. "Trotz relativ hoher Arbeitslosigkeit sind wirklich gute Leute kaum am Markt zu finden", klagt Knoblauch. Man werde daher in Zukunft verstärkt Schulabgänger einstellen und selber ausbilden. In 1978 würden rund 2000 Planstellen zusätzlich besetzt werden.