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24.03.2000 - 

Infrastructure-on-tap soll Dienstleistungsanbieter ködern

Hewlett-Packard steigt ins Internet-Outsourcing ein

MÜNCHEN (CW) - Mit dem neuesten Angebot aus seiner E-Service-Sparte will Hewlett-Packard Service-Provider gewinnen, die im Business-to-Business-Segment des World Wide Web ihr Glück suchen. Diesen Unternehmen will HP mit "Infrastructure-on-tap" eine Internet-basierte Geschäftsbasis aus Hardware, Software und den dazugehörigen Services bieten.

Mit Infrastructure-on-tap offeriert HP seinen Kunden eine Plattform, auf der diese ihr Internet-Geschäft aufbauen können, ohne dass sie sich selbst darum kümmern müssen. Das Paket soll die gesamte Palette der dazu notwendigen Produkte umfassen: von der Hardware über die Management-Software bis hin zu den notwendigen Services.

Ergänzt wird HPs Internet-Sortiment durch Produkte und Services von Partnerunternehmen. Dazu gehören beispielsweise Microsoft und Cisco. Insgesamt habe der Hersteller etwa 30 Firmen unter seinem E-Services-Banner versammelt, erklärt HP-Sprecher Brian Schwartz. Der in Palo Alto ansässige Computerhersteller visiert mit seinem neuen E-Service Dienstleister an, die anderen Firmen die Grundlage für ihr Business-to-Business-Geschäft im Internet anbieten wollen.

Laut Michael Pierantozzi, Direktor für die Geschäftsstrategien bei Hewlett-Packard, könnten Kunden innerhalb weniger Tage ein komplettes Internet-Infrastruktur-Paket bei HP bekommen. Sie müssten nur angeben, welchen Umfang der Datenverkehr vermutlich annehmen werde, und HP besorge alles weitere. Sein Unternehmen werde Service-Level-Agreements (SLAs) bis zu einem definierten Transaktionsvolumen übernehmen. Die Kunden hätten allerdings nur die Ressourcen zu bezahlen, die sie jeweils effektiv benötigten, erklärt der HP-Manager die Vorteile des Modells.

Nach Ansicht von Experten macht Hewlett-Packards E-Service-Strategie deutlich, wie wichtig in Zukunft das Angebot von Dienstleistungen rund um den Rechner für die Hersteller wird. Die Konkurrenz bei Sun und IBM verfolgt ähnliche Geschäftsmodelle wie HP. Pierantozzi wagt allerdings vorerst keine Prognose, welche Umsätze das E-Service-Geschäft in den nächsten Jahren einfahren wird. Bislang verdiene HP etwa eine Milliarde Dollar pro Jahr mit Outsourcing-Projekten. Diese Messlatte soll die E-Service-Sparte in den nächsten Jahren bereits übertreffen. Insider rechnen damit, dass in Zukunft zehn Prozent des Outsourcing-Umsatzes von weltweit 160 Milliarden Dollar mit Internet-basierten Dienstleistungen erwirtschaftet werden.