Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Firmenchefin Carleton Fiorina startet 750 Millionen Dollar teure Kampagne

Hewlett-Packard sucht den Mittelstand

26.09.2003
MÜNCHEN (CW) - Hewlett-Packard hat ein 750 Millionen Dollar teures Proramm ins Leben gerufen, um das Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen anzukurbeln. Mit der "Smart-Office"-Initiative will HP-Chefin Carleton Fiorina speziell auf die Bedürfnisse dieses Marktes zugeschnitte Pakete aus Hardware, Software und Services schnüren.

"Genauso wie der Mittelstand den Lebensnerv unserer Wirtschaft bildet, stellt die Technik den Lebensnerv des Mittelstandes dar", begründet Fiorina das Smart-Office-Programm. Die Verantwortlichen in diesen Firmen müssten sich täglich ihren Kopf über Kunden, Verträge und Mitarbeiter zerbrechen - da sollten sie sich nicht auch noch Sorgen über die Technik machen müssen.

Diese Probleme will Fiorina ihren Kunden aus dem Small- and-Medium-Business-(SMB-)Bereich künftig abnehmen. Rund 750 Millionen Dollar lässt sich der kalifornische IT-Anbieter aus Palo Alto in den nächsten Jahren sein Mittelstandsprogramm kosten. Über Details, in welche Aktivitäten das Geld fließen soll, schweigen sich die HP-Verantwortlichen jedoch noch aus. Vorerst heißt es nur, es werde in Entwicklung und Forschung, Marketing, Verkaufsprogramme und Services investiert.

Daher liegen bislang auch nur wenige konkrete Produktankündigungen vor, die sich direkt auf die Initiative beziehen. Ab Mitte Oktober soll ein mit Microsofts Small-Business-Variante des Windows Server 2003 vorkonfigurierter "Proliant"-Server auf den Markt kommen. Daneben soll es ein integriertes "Work Center" für den Arbeitsplatz geben. Das Paket besteht aus einem flachen "d530"-Desktop-System und einem Flachbildschirm.

Zusätzlich wollen die Kalifornier eine Reihe von speziell an kleine und mittlere Unternehmen angepassten Services offerieren. Dazu zählen beispielsweise vereinfachte Finanzierungsmodelle sowie verschiedene Garantie- und Supportpakete. Eine wichtige Rolle sollen dabei die Partner spielen. Nach Einschätzung von Experten kann HP auf ein Netzwerk von rund 210000 Partnern weltweit bauen. Neben Dienstleistungen werde es deren Aufgabe sein, die HP-Pakete mit Services und Software an die Erfordernisse einzelner vertikaler Märkte anzupassen.

Über diese Services will sich Fiorina von der Konkurrenz abheben, die ebenfalls seit geraumer Zeit den Mittelstand stärker ins Visier nimmt. "Es gibt einige Unternehmen, die ihre Produkte mit dem Etikett einfach anbieten", erläutert die HP-Chefin. Das Problem sei jedoch, dass diese Konzepte beim Kauf begännen und mit der Auslieferung endeten.

Auch nach Einschätzung vieler Analysten bietet das breite Partnernetz einen Vorteil für HP. Damit sei das Unternehmen in der Lage, die differenzierten Bedürfnisse des Marktes zu bedienen, erläutert Gartner-Analyst Michael Haines. Allerdings müssten die Pakete zügig geschnürt werden.

Die Hoffnungen, die HP in das Mittelstandsgeschäft steckt, sind groß. Schon heute macht der Anbieter mit rund 21 Milliarden Dollar jährlich 30 Prozent seines Umsatzes im SMB-Sektor. Die IT-Einnahmen im weltweiten Mittelstandsmarkt beliefen sich im vergangenen Jahr laut Fiorina auf etwa 460 Milliarden Dollar. In den nächsten Jahren sei eine Steigerung auf rund 640 Milliarden Dollar zu erwarten. (ba)

Microsoft braucht Partner

Auch Microsoft sucht für sein Mittelstandsgeschäft in Europa Partner. Der Markt sei geprägt durch viele verschiedene Kulturen, Gesetzesgrundlagen und Geschäftspraktiken, erläutert Laurent Delaport, Vice President der Small and Midmarket Solutions and Partner (SMSP) Group bei Microsoft. Nur mit Hilfe von Partnern in den einzelnen Ländern seien alle daraus resultierenden Anforderungen zu erfüllen. Seit Mitte September gebe es deshalb mit dem Microsoft Business Framework (MBF) ein neues Programm, mit dessen Hilfe Partner ihre Mittelstandsprodukte an die Microsoft-Plattformen anpassen könnten.