Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

22.08.2006

Hewlett-Packard übertrifft alle Erwartungen

Der zweitgrößte IT-Konzern plant den Angriff auf IBMs Thron.

Seit Marc Hurd im März letzten Jahres die Leitung von Hewlett-Packard übernommen hat, weht ein frischer Wind durch das Unternehmen. Umsatz und Gewinnquoten befinden sich klar im Aufwärtstrend. Der Erfolg basiert in erster Linie auf Maßnahmen zur Kostensenkung. "Kosten und Wachstum sind zwei Seiten ein und derselben Münze", erklärte Hurd. "Wir werden Geld ausgeben, um zu sparen, und wir werden Geld sparen, um es auszugeben." Gespart wurde zuerst an den Lohnkosten: 15 000 HP-Mitarbeiter will Hurd entlassen; zwei Drittel stehen bereits nicht mehr auf der Lohnliste.

Fortschritte nur bei Gewinnen

Die Maßnahmen haben Wirkung gezeigt: Am 31. Juli endete das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres, und HP verzeichnete einen Umsatz von 21,9 Milliarden Dollar, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Der Gewinn kletterte dabei auf 1,5 Milliarden Dollar. Ein Jahr zuvor waren es 73 Millionen Dollar gewesen. Damals hatte HP allerdings fast eine Milliarde Sondersteuern für die Repatriierung von Auslandsgewinnen zahlen müssen.

Die Quartalszahlen liegen deutlich über den Erwartungen der Analysten. Gleichwohl monierten einige von ihnen, das Umsatzwachstum bleibe zu weit hinter dem Gewinnsprung zurück. Hurd versprach bei der Bilanzpräsentation "besseres Wachstum für 2007". Schon im jetzigen vierten Quartal soll der Umsatz auf 24,1 Milliarden Dollar steigen. Wenn es gelänge, würde sich das Gesamtjahresergebnis auf mehr als 92 Milliarden Dollar belaufen. Damit würde Hewlett-Packard die IBM, für die Analysten einen Jahresumsatz von rund 90 Milliarden Dollar erwarten, als Branchenprimus ablösen.

Milliarden in der Kasse

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs brachte es HP auf 67,1 Milliarden Dollar Umsatz, nach 63,8 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Der Gewinn wurde in dieser Zeit mehr als verdoppelt; er legte von 2,0 auf 4,5 Milliarden Dollar zu. Das Unternehmen hat jetzt 16 Milliarden Dollar liquide Mittel in der Kasse und will für ein Aktienrückkaufprogramm sechs Milliarden Dollar ausgeben. Nach so vielen guten Nachrichten schossen HP-Aktien um mehr als sechs Prozent auf 36,55 Dollar in die Höhe.

Im Geschäft mit Desktops, Notebooks und Servern nach der x86-Architektur sowie Druckern legte HP vor allem auf Kosten von Dell zu. Das PC-Geschäft stieg um acht Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. Trotz der Preiskämpfe mit Dell stieg der Gewinn gar von 163 auf 275 Millionen Dollar.

Die starke Druckersparte brachte es auf 6,2 Milliarden Dollar Umsatz, fünf Prozent mehr, und 884 (771) Millionen Dollar Gewinn. Server und Speicher verzeichneten mit 4,1 Milliarden Dollar Umatz ein Plus von drei Prozent und einen Gewinn von 296 (147) Millionen Dollar. Der Softwarebereich legte bei den Einnahmen um 30 Prozent auf 318 Millionen Dollar zu und brachte nach 37 Millionen Dollar Verlusten im Vorjahr einen Gewinn von 13 Millionen Dollar. (ls)