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22.11.2005

Hewlett-Packard überzeugt im Server- und PC-Geschäft

Nur aufgrund milliardenschwerer Umstrukturierungskosten durch Entlassungen sank HPs Profit im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr.
Überraschend stark wuchsen Server- und PC-Sparte, während das Druckergeschäft unter dem Preisverfall leidet.
Überraschend stark wuchsen Server- und PC-Sparte, während das Druckergeschäft unter dem Preisverfall leidet.

Der Umsatz betrug im abgelaufenen Quartal (Ende: 31. Oktober 2005) 22,9 Milliarden Dollar, ein Anstieg um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (21,4 Milliarden Dollar). Der Gewinn sank wegen der Sonderbelastungen von 1,09 Milliarden auf 416 Millionen Dollar.

Ähnlich das Bild für das gesamte Geschäftsjahr 2004/05: Der Umsatz legte von 79,9 Milliarden auf 86,7 Milliarden Dollar zu. Gleichzeitig sank der Profit von 3,5 auf 2,4 Milliarden Dollar.

Problemfelder im Lot

Positiv schlossen insbesondere HPs Problemfelder vergangener Quartale ab. Alle Produktsegmente des Unternehmens befinden sich in den schwarzen Zahlen. Auch die notorisch defizitäre Softwaredivision konnte die Verluste aus dem Vorjahr in Höhe von sieben Millionen Dollar, die im dritten Quartal 2004/05 sogar 40 Millionen Dollar betrugen, in einen Profit von 27 Millionen Dollar umwandeln. Der Umsatz in dieser Geschäftseinheit stieg von 280 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf 311 Millionen Dollar.

Das Segment Enterprise Storage and Servers (ESS) legte ebenfalls ordentlich zu: 4,08 Milliarden Dollar Umsatz im Vorjahr stehen knapp 4,5 Milliarden Dollar im abgelaufenen Vierteljahr gegenüber. Der Gewinn in dieser Sparte vervierfachte sich von 100 auf 405 Millionen Dollar.

Die Personal Systems Group (PSG) baute das Geschäft um rund 8,5 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar aus. Damit ist dieses Produktsegment das umsatzträchtigste des Konzerns. Nicht überraschend bei den im PC-Geschäft knapp bemessenen Margen fällt der Gewinn mit 200 Millionen Dollar vergleichsweise niedrig aus, allerdings hatte er im Vorjahreszeitraum lediglich 77 Millionen Dollar betragen. Mit Desktops machte das Unternehmen lediglich ein Prozent mehr Umsatz. Mit Notebooks wurden hingegen 23 Prozent mehr umgesetzt. HP lieferte 13 Prozent mehr Einheiten aus.

Gewinn und Marge der Druckersparte (IPG) gingen vor dem Hintergrund des anhaltenden Preiskampfes mit Dell und Lexmark deutlich zurück. Die operative Marge sank von 16,6 auf 13,2 Prozent, der operative Gewinn von 1,1 Milliarden auf 896 Millionen Dollar. Während im Privatkundengeschäft sechs Prozent mehr Geräte abgesetzt wurden, stieg der Umsatz um vier Prozent.

Gewinn sinkt bei Services

Im Firmenkundengeschäft kletterte der Absatz um 16 Prozent, der Umsatz dagegen nur um vier Prozent. Insgesamt erhöhten sich die Erlöse auf 6,8 Milliarden Dollar (Vorjahr: 6,5 Milliarden Dollar).

Mit Services verdiente HP 322 Millionen Dollar. Dieser Gewinn ist niedriger als im vierten Quartal 2003/04, als ein Profit von 375 Millionen Dollar erwirtschaftet werden konnte. Der Umsatz hingegen stieg von knapp 3,7 auf 3,9 Milliarden Dollar.

Alarmglocken schrillen

Das Ergebnis für das Gesamtjahr 2004/05 stellt sich ähnlich dar: Auch hier legte die Server- und Speichereinheit von knapp 15,1 auf 16,7 Milliarden Dollar Umsatz zu, verfünffachte dabei aber den Gewinn auf 810 Millionen Dollar. HP Services erwirtschaftete 15,5 Milliarden Dollar Umsatz (plus elf Prozent), der Gewinn sank auf 1,15 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1,28 Milliarden Dollar). Auch das PC-Geschäft machte wieder ordentliche Profite: Gegenüber dem Vorjahr verdreifachte sich der Gewinn auf 657 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg von 24,6 auf 26,7 Milliarden Dollar.

Allerdings dürfte das Ergebnis von HPs Paradedivision, dem Druckerbereich, die Alarmglocken schrillen lassen: Zwar fuhr das Unternehmen einmal mehr satte Gewinne ein. Die fielen allerdings von 3,8 auf 3,4 Milliarden Dollar um 10,5 Prozent. Gleichzeitig stieg der Umsatz von 24,2 auf 25,2 Milliarden Dollar.

Für das laufende erste Geschäftsquartal stellte HP den Anlegern vor Sonderaufwendungen 46 bis 48 Cent Gewinn pro Aktie in Aussicht. Darin seien Kosten von drei bis vier Cent für aktienbezogene Vergütungsprogramme nicht enthalten. Analysten hatten im Schnitt mit 44 Cent gerechnet. (jm)