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21.02.1992 - 

HP- und Apollo-Leistungsmerkmale in HP OSF1

Hewlett-Packard und Apollo: Merger im Workstation-Markt

"Mit der Verbindung von HP und Apollo", erklärte HP-Präsident John Young anläßlich der Übernahme des Workstation-Pioniers Apollo Computer Inc. durch die Hewlett-Packard Company am 22. Mai 1989, "verfügen wir über Ressourcen und Kapazitäten, mit denen wir die Probleme unserer Kunden schneller und effektiver lösen, als es dies jedes einzelne Unternehmen allein könnte." Das - und die führende Position im Workstation-Markt - war Hewlett-Packard immerhin mehr als 460 Millionen Dollar wert.

Apollo Computer, 1980 gegründet, beschäftigte 1988 weltweit etwa 4450 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von rund 654 Millionen Dollar. Vertreten war der Workstation-Hersteller mit Fertigungs- und Montagebetrieben in Europa und den USA. Außerdem unterhielt Apollo weltweit über 100 Geschäftsstellen für Vertrieb und Kundendienst.

In Deutschland bestand die Apollo Domain Computer GmbH seit 1983 und wurde als hundertprozentige Tochter der Apollo Computer Inc. geführt. Bereits ein Jahr nach Gründung setzte das von Frankfurt-Niederrad aus operierende Unternehmen 16,9 Millionen Mark um. Im Jahr darauf bilanzierte das Unternehmen bereits einen Umsatz von 43,4 Millionen und 1987 etwa 117,8 Millionen Mark. In der Bundesrepublik waren etwa 160 Mitarbeiter in sechs Geschäftsstellen tätig.

Zu den Gemeinsamkeiten beider Unternehmen gehört die Philosophie der offenen, auf Standards basierenden -Computersysteme. Das Network Computing System (NCS) von Apollo erlaubt es, Rechner mit unterschiedlichen Architekturen über ein heterogenes Netzwerk miteinander zu verbinden. Wesentliche Teile davon sind in die offene, herstellerübergreifende Vernetzungsstrategie von Hewlett-Packard eingeflossen.

Vergleichbares gilt auch für Leistungsmerkmale der RISC-Computerarchitektur "Prism" von Apollo, die in die HP-eigene PA-RISC übernommen wurden. Parallelen bestanden bei den in den kostengünstigen CISC-Workstations benutzten Mikroprozessoren: Beide Unternehmen stützten sich dabei auf Chips der Familie Motorola 680x0.

Apollo war - wie auch HP - Mitinitiator der Open Software Foundation (OSF), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine offene, standardisierte und portierbare Unix-Umgebung zu entwickeln, mit der Rechner und Anwendungssoftware unterschiedlicher Hersteller einheitlich genutzt werden können.

Die Verschmelzung der beiden Produktlinien demonstrierte HP erstmals mit den Workstations HP 9000 Serie 400, vorgestellt 1990, die sowohl unter HP-UX als auch unter dem Betriebssystem Apollo Domain/OS lauffähig sind.

Auf der Ebene der leistungsstarken RISC-Workstations strebt HP langfristig die Vereinheitlichung aller Unix-Betrfebssystem-Welten in dem standardisierten Betriebssystem OSF/1 an. HP OSF/1 wird daher neben den wesentlichen Eigenschaften und Leistungsmerkmalen von HP-UX auch jene von Domain/OS aufweisen.

*Dr.-Ing. Horst Kiel ist Pressereferent Computer und Netzwerke bei der Hewlett- Packard GmbH, Böblingen.