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25.05.1990 - 

Der ewige Dritte könnte DEC in diesem Jahr überholen

Hewlett-Packard: Weniger Ertrag aus höherem Umsatz

PALO ALTO (CW) - Eim Umsatzsteigerung um 16 Prozent schaffte Hewlett-Packard im zweiten Quartal 1990.

Daß das Geschäft trotzdem wesentlich härter geworden ist, zeigt der Gewinn: Unterm Strich blieben acht Prozent weniger als 1989. Etwas hinkend setzt der ewige Dritte zum Überholen an: 1990 könnte es Hewlett-Packard gelingen, seinen Erzrivalen Digital Equipment zu überrunden. Nach einer Schätzung der New Yorker Investment-Firma Hambrecht & Quist dürfte HP in diesem Jahr 13,3 Milliarden US-Dollar einnehmen und damit erstmals wenn auch nur knapp - gegenüber DEC (13,2 Milliarden) die Nase vorn behalten. Trost für DEC: Weil HP nur 70 Prozent seines Umsatzes im Computerbereich macht bleibt die Rangfolge bei den Computerherstellern vorerst unverändert.

Zumindest umsatzmäßig scheint bislang alles nach Plan zu laufen: Mit einer 16prozentigen Umsatzsteigerung - von 5,52 Milliarden auf 6,41 Milliarden Dollar - legte Hewlett-Packard in den ersten sechs Monaten viermal soviel zu wie DEC.

Wesentlich unerfreulicher dagegen ist die Entwicklung bei den Erträgen. Mit 359 Millionen Dollar blieben 9,4 Prozent weniger in der Kasse als 1989 (396 Millionen). Das soeben beendete zweite Quartal brachte hier nur eine minimale Besserung: In den letzten drei Monaten lag der Gewinn mit 186 Millionen Dollar um acht Prozent unter dem Vojahreswert (203 Millionen). Verglichen mit der Digital Equipment Corp. allerdings, der für 1990 ein Gewinneinbruch um 55 Prozent prognostiziert wird, stellt das immer noch ein passables Ergebnis dar.

Als Grund für die Verschlechterung der Ertragslage nannte HP die zunehmende Verlagerung seines Geschäfts auf Produkte mit geringeren Gewinnspannen, wie PCs und Drucker. Zugleich dämpfte CEO John Young die Erwartungen für die zweite Jahreshälfte: In allen Ländern, diesein Unternehmen beliefere, flache die Konjunktur weiter ab. Als Ausgleich senkte man die operativen Kosten. So sei im letzten Quartal die Zahl der Mitarbeiter um 1000 auf nunmehr weltweit 92 000 reduziert worden.

Wall Street ist dennoch unzufrieden mit dem einstigen Favoriten. Den Aktienprofis geht die Kostendämpfung, sprich: der Personalabbau, viel zu langsam. Für sie besteht das Hauptproblem in dem zu großen Vertriebsapparat, der den kleineren und billigeren Produkten nicht mehr angemessen sei.