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Aktie der Woche


16.03.2001 - 

Heyde AG: Abwarten ist ratsam

Stephan Hornung*

Anfangs enttäuschten am Neuen Markt nur kleinere "Skandalfirmen" wie Gigabell, Fortunecity oder Metabox. Später mussten auch immer mehr vermeintliche Blue Chips eingestehen, dass sie ihre Prognosen nicht einhalten können. Einer dieser Werte war die Bad Nauheimer Heyde AG. Ende Februar wurde für die Anleger völlig überraschend gemeldet, dass die Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2000 um 19 Millionen Mark verfehlt wurde und nur die Einnahmen nur 341 Millionen Mark betragen. Noch schlimmer sieht es beim Gewinn vor Steuern aus, der bei lediglich drei Millionen statt den prognostizierten 44 Millionen Mark liegen wird. Dies bedeutet, dass im vierten Quartal sogar ein Verlust erwirtschaftet wurde.

Nachdem die Heyde-Aktie von ihrem Allzeithoch über 90 Prozent an Wert verloren hat, stellt sich nun die Frage, ob das derzeitige Nievau "Schnäppchenkurse" sind oder ob es noch schlimmer kommt. Für 2001 rechnet der IT-Dienstleister mit Einnahmen von rund 400 Millionen Mark bei einem Vorsteuergewinn von etwa zehn Millionen Mark. Die Verlässlichkeit dieser Prognose darf allerdings nach der Enttäuschung bei der Vorlage des vorläufigen 2000er-Abschlusses und dem sehr einsilbig begründeten Rücktritt des Firmengründers und Vorstandsvorsitzenden Dieter Heyde angezweifelt werden. Die Produktpalette der angebotenen Dienstleistungen spricht mit der Bank-, Versicherungs- und Logistik-Branche Kunden an, die auf ständig neue IT-Lösungen angewiesen sind. Um die angespannte Liquidität zu verbessern, wurde der zehnprozentige Anteil am Online-Broker Pulsiv.com mit Gewinn verkauft. Mit einem Kurs-Umsatz-Multiple von ungefähr eins ist der Wert zwar nicht mehr teuer, aber für ein Neuengagement erscheint es derzeit noch zu früh.

* Markus Lindermayr und Stephan Hornung sind Analysten der CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.