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04.09.1992 - 

:Bereits zwei potentielle Koalitionspartner von Debis akquiriert

Heyde + Partner hat das Ziel der SAP-Konkurrenz aufgegeben

MÜNCHEN (qua) - Mit der Marktrealität abgefunden hat sich die Heyde + Partner GmbH, Bad Nauheim: Wollte Geschäftsführer Reinhard Pelz Anfang vergangenen Jahres noch mit SAP konkurrieren, so wird sich das Beratungsunternehmen künftig vor allem mit dem Projekt-Management bei SAP-Einführungen beschäftigen.

Als die SAP AG, Walldorf, unter der Bezeichnung R/3 ihre Unix-basierten Anwendungsbausteine freigab, drückte sie dem Standardsoftware-Markt auch im Midrange-Bereich ihren Stempel auf. Resümiert Pelz: "Es sieht so aus, als ob es hier in naher Zukunft nichts anderes mehr geben wird als SAP." Mitbewerber wie Orga Ratio, Strässle und Quantum litten darunter, daß sie nur Teile des SAP-Spektrums abdecken, aber keine vollständige Anwendungslandschaft bieten könnten. Einzig die Debis Systemhaus GmbH sei in der Lage, eine SAP-Konkurrenz zusammenzukaufen.

Indirekt, nämlich über ihr Tochterunternehmen Aperia Software, steht auch Heyde + Partner im Wettbewerb mit den Walldorfern. Laut Pelz wendet sich Aperia mit dem Expertensystem-basierten Produktionsplanungs- und -steuerungssystem (PPS) jedoch nur an Kunden mit "Spezialproblemen", die von der PPS-Komponente der SAP nicht berücksichtigt würden.

Vor anderthalb Jahren hatte Pelz das noch anders gesehen: Damals suchte er Partner aus der mittelständischen Software-Industrie, die gemeinsam mit Aperia eine Standardsoftware-Koalition bilden und so der Markteinführung von R/3 zuvorkommen wollten.

Dieses Vorhaben scheiterte nicht zuletzt daran, daß zwei der potentiellen Partner mittlerweile Teil der Debis Systemhaus GmbH sind: Nach der Organisationspartner GmbH, Bad Oldesloe, hat sich das Daimler-Benz-Unternehmen jetzt auch die Software und Systemplanung GmbH (S&S), Stemwede, einverleibt (siehe CW Nr. 35 vom 28. August 1992, Seite 2).

Die 135köpfige Belegschaft der Heyde + Partner Unternehmensberatung beschäftigt sich weniger mit kommerziellen als vielmehr mit logistischen und produktionstechnischen Softwareprojekten; doch hat die SAP AG seit der R/3-Freigabe auch auf diesem Gebiet ihre Stellung ausgebaut. "Unsere Projekte müssen zu einem erklecklichen Teil zu einer SAP-Auswahl führen", konstatiert Pelz.

In der Konsequenz übernimmt das hessische Beratungsunternehmen auch die Einführung von SAP-Software. Zu den 15 Logo-Partnern des Softwareriesen gehört Heyde + Partner allerdings nicht. Abgesehen davon, daß das Verhältnis zum SAP-Vorstand aus naheliegenden Gründen getrübt ist, will sich Pelz eigenen Angaben zufolge "nicht so anketten".