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07.04.1977

"Hier sitzen die besten Marktkenner"

- Herr Podlech, im Bundeshaushalt für 1977 sind 223,8 Millionen Mark für die Datenverarbeitung vorgesehen. Und 115 Millionen entfallen davon auf die Bundesministerien, wobei das Verteidigungsministerium allein 98 Millionen Mark EDV-Budget verbraucht: Wie viele Anlagen, wie viele Systeme gehören denn zur Hardthöhe?

Das kann ich nicht sagen. Aber mit Sicherheit sind wir der größte EDV-Anwender unter allen Ministerien.

- Hat das Verteidigungsministerium Monokulturen bei seinen EDV-Systemen gezüchtet?

Mit Sicherheit spiegelt sich unter den hier eingesetzten Systemen die gesamte bundesdeutsche Marktlandschaft wider.

- Auch bei den Anteilen, die die einzelnen Rechner stückzahlmäßig bei Ihnen haben?

Ja.

- Welche Aufgaben hat denn nun die Abteilung, der Sie angehören?

Wir liefern das fachtechnische Votum bei geplanten Installationen. Und da ist schon allein vom Volumen der Anwendung her eine ganz schöne Fluktuation zu bewältigen.

- Sie haben ja einen Hannover-Besuch von sich aus ins Auge gefaßt und nun in der CW-Aktion ein Glückslos gezogen: Was suchen Sie in Hannover, oder besser: Was hoffen Sie in Hannover in der CeBIT-Halle zu finden?

Ich möchte mir eine allgemeine Marktübersicht verschaffen. Über die konkreten Probleme hinaus, die ich mit einzelnen Firmen durchsprechen will.

- Und dazu ist Hannover das geeignete Pflaster? Ist diese Messe aus Ihrer Sicht unbedingt notwendig?

Unbedingt notwendig ist nichts. Wir bekommen unsere Informationen sicher auch so. Aber auf jeden Fall ist hier alles konzentriert. Allein schon aus dem Interesse, aus dem Andrang der auf den einzelnen Ständen herrscht, kann man als informierter Besucher schließen, wo der Trend hinläuft.

- Was suchen Sie denn selbst am ersten in Hannover auf? Was interessiert Sie vorrangig?

Nun, die neuen Großrechner, aber auch mittlere Anlagen. Dann interessieren mich Digitalrechner sehr stark und natürlich Peripherie.

- Und Software?

Ganz sicher das Angebot der Software-Häuser.

- Wo gibt es für den Anwender eigentlich die bessere, umfassendere Information: Bei der Hardware oder bei Software-Problemen?

Ich glaube, es ist etwas leichter, sich über Hardware Informationen zu beschaffen. Bei der Software gibt es zwar viel über das, was sie leistet, aber der Vergleich der Pakete untereinander ist sehr schwer. Aber der Leistungs-Vergleich ist auch bei Hardware sehr schwierig, da gibt es ja auch schon beim einzelnen Hersteller erhebliche Unterschiede.

- Sie waren früher in der Schulung. Haben Sie auf einem bestimmten System gearbeitet? Sind Sie deshalb heute auf ein System "fixiert"?

Geschult haben wir auf einer Anlage des Marktführers; Da kenne ich mich aus.

- Ist ja keine Schande, wenn man IBM gewöhnt ist. Aber Sie sind kein Fan?

Nein, nein. Aber ich versuche jetzt in Hannover meine Scheuklappen zu verlieren.

- Im übrigen: Bei einer so breiten Anwendung und einem so gigantischen Installationsvolumen wie im Verteidigungsministerium: Da ist doch wohl anzunehmen, daß dort die besten EDV-Markt-Kenner sitzen, die zugleich auch wissen, was so ein Hobel leistet?

Ja - also das möchte ich schon glauben, daß diese Gruppe hier Ahnung hat.

Rüdiger Podlech (35) kam von der Mittelrheinischen Verwaltungsschule in das Bundesministerium der Verteidigung und war dort als Beamter des gehobenen nichttechnischen Dienstes zuerst in der Schulung tätig. Nunmehr gehört er der Abteilung für Hard- und Software-Planung im Verteidigungsministerium an.

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