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27.11.1987

High-Tech-Manager an zweiter Stelle im Wunschkatalog:

FRANKFURT (ih) - Führungskräfte werden immer gefragter. Allein in den Monaten Juli, August und September wurden 30 Prozent mehr Topmanager gesucht als in den sechs Monaten zuvor. Die High-Tech-Manager stehen hinter ihren Kollegen aus dem Finanzbereich an zweiter Stelle. Auffallend ist, daß vor allem die US-Unternehmen immer stärker in Europa zum Halali auf Topleute blasen.

In der Suchquoten-Statistik, die die Marktanalysten von Korn/Ferry International regelmäßig bei 750 international tätigen Firmen durchführen, sind Topmanager mit einem jährlichen Gehalt von 100 000 und mehr Dollar aufgeführt. Bei der Suche nach Führungskräften tun sich vor allem die US-Unternehmen hervor. Hier stiegen die in den Chefetagen zu besetzenden Stellen in den vergangenen neun Monaten gegenüber den Vorjahren sprunghaft an. Bemerkenswert ist, betonen die Frankfurter Korn/Ferry-Marktforscher, daß verstärkt leitende Mitarbeiter für diejenigen Positionen eingestellt werden sollen, die zwar seit längerem in der Unternehmensstruktur vorhanden, aber lange Zeit nicht besetzt worden waren. Bei den an zweiter Stelle auf der "Wunschliste" stehenden DV-Topmanagern stieg die Suchquote gegenüber 1986 von 12 auf 13 Prozent. Am begehrtesten sind Führungskräfte für das Finanzwesen (25 Prozent), während sich die Non-Profit-Unternehmen bei ihrer Suche mit Firmen der Pharma-Industrie Platz drei und vier teilen.

Die bundesdeutschen Korn/Ferry-Leute sind indes der Meinung, daß die Suchquote für High-Tech-Leute mit 13 Prozent zu niedrig angesetzt ist. So erklärte ein Sprecher der Frankfurter Niederlassung, daß vor allem die amerikanischen Unternehmen DV-Führungskräfte sehr oft in Europa suchen. Diese Zahlen seien jedoch nicht in der Suchquote enthalten. Ferner würden viele US-Firmen ihre Präsenz im asiatischen Raum seit geraumer Zeit verstärken. Dieses Bestreben, sich mehr auf internationale Märkte auszudehnen, würde durch den schwachen Dollar begünstigt werden. Aufgrund des neuen Trends benötige man in den USA ein tatkräftiges Topmanagement, Langfrist-Planung und eine weltweit agierende Vertriebs- und Marketing-Organisation. Daß die Informations-Manager in der Such-Statistik nur mit zwei Prozent vertreten sind, ist laut Korn/Ferry ebenfalls etwas irreführend. In den USA werde nämlich zwischen dem reinen High-Tech-Mann und den Vorstandsmitgliedern inzwischen nicht mehr genau unterschieden. Schließlich seien die DV-Führungskräfte im Gegensatz zur BRD häufig in der Chefetage zu finden und würden von daher in der Statistik nicht extra aufgeführt.