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18.05.2001 - 

Terabit-Router von Nbase und 10-Gbit/s-Komponenten

Highend-Switches und -Router auf dem Vormarsch

MÜNCHEN (CW) - Anbieter von Switches und Routern konzentrieren sich derzeit auf Geräte für Carrier-Netze. So präsentiert etwa Nbase-Xyplex den Terabit-Router "Aranea-1". Von PMC-Sierra stammen 10-Gbit/s-Komponenten für optische Netze. QNX Software und Netplane arbeiten an einer Lösung für die einfachere Entwicklung von skalierbaren Netzgeräten.

Mit dem Terabit-Router Aranea-1 stellt der amerikanische Anbieter Charlotte''s Network eine Carrier-Class-Routing-Lösung vor. In Deutschland wird sie von der Nbase-Xyplex GmbH aus Dietzenbach vertrieben. Die Multiservice-Plattform für IP-, ATM- und Zeitmultiplex-Verkehr verfügt den Angaben zufolge über Carrier-Class-Redundanz, Wire-Speed-Leistung, Quality-of-Service(QoS-) und Traffic-Engineering-Funktionalität.

Aranea-1 ermöglicht bis zu 32 OC192-, 128 OC48-, 512 OC12- oder 256 Gigabit-Ethernet-Schnittstellen. Außerdem erweitert der Hersteller das Produkt um MPLS-Fähigkeit. Der Netzprozessor des Routers wickelt Millionen von Traffic-Flows ab, wobei Mittel zur Analyse, Überwachung, Steuerung sowie Weiterleitung von Daten für Gebührenabrechnungsanwendungen bereitgestellt werden.

Aus dem Haus PMC/Sierra stammt die Bausteinfamilie "Xenon" für optische Netze mit 10 Gigabit Ethernet. Diese umfasst Komponenten, die die Verschmelzung von WAN-basierten ATM-, Gigabit-Ethernet- und 10-Gigabit-Ethernet-Services in Metro-Transport-Systemen bewerkstelligen. Zu der Familie gehören die vier Bausteine "PM5390 S/UNI-9953", "PM5392 S/UNI-9953-POS", "PM3392 S/UNI-1x10 GE" und "PM3388 S/UNI-10xGE". Sie eignen sich für den Aufbau von Routern, Rechenzentren, POP-Switches und Multiservice-Plattformen.

Netzwerkplattformen mit Übertragungsraten von 10 Gbit/s kündigt Enterasys Networks an. Die Technologie wird zunächst von Produkten der "Enterasys-Matrix"-Serie unterstützt werden. Ein erstes Produkt dürfte in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Dabei handelt es sich um ein Aggregation Device für LANs und MANs. Dann sollen die "X-Pedition Switch Router" und "Vertical Horizon Switches" folgen. Das Forschungsinstitut CERN hat bereits Interesse an solchen Systemen angemeldet.

An einer integrierten Lösung für die einfachere Entwicklung von skalierbaren Routern und Switches arbeiten QNX Software Systems und Netplane. Entwickler beider Unternehmen bauen "QNX RTOS" in die "Leap" genannte Architektur von Netplane ein. Diese Lösung bietet häufig benötigte Funktionalitäten zur Entwicklung flexibler Netzwerkgeräte, die den stetig steigenden Datenverkehr in einer sich ändernden Softwareumgebung bewältigen können. QNX RTOS ergänzt TK-Equipment um Hochverfügbarkeit, eine Hot-Swap-fähige Architektur, speichergeschützten Adressraum, softwaregestützte Fehlerbeseitigung und dynamisches Upgrade. Es unterstützt symmetrisches Multiprocessing und verteilte Netze und ermöglicht somit ein skalierbares Design. Netplane bietet verschiedene Quellcodepakete an, die sich in MPLS-fähige Netze, ATM- und Frame-Relay-Netze sowie IP-Routing integrieren lassen.

Ein Newcomer auf dem Highend-Router-Markt soll Allegro Networks sein. Das Startup-Unternehmen will den Aufbau von Netzen verändern und nimmt dabei Cisco und Juniper als Rivalen ins Visier. Nach Angaben von Allegro-Managern attackiert das Unternehmen diese Firmen nicht auf ihrem angestammten Terrain, den globalen Netzen, sondern spezialisiert sich auf die Übergangspunkte, in denen Internet-Verkehr an bestimmte Städte oder Companies übergeben wird.

Avici meldet ErfolgeEin weiterer Herausforderer von Cisco meldet erste Erfolge: Avici Systems konnte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatzanstieg von 78 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres vorweisen. AT&T, Qwest und Enron sind als Referenzkunden jeweils für über zehn Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Mit dem Terabit Switch Router (TSR) visiert das Unternehmen den Markt für Core-Router an. Demnächst soll ein Router mit einer Kapazität von 390 Gbit/s Full Duplex vorgestellt werden. Weiterhin ist den Angaben zufolge die Interoperabilität der MPLS-Leistungsmerkmale zu anderen Herstellern wie Cisco und Juniper gegeben.