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18.05.2016 - 

Die CP-Querschläger-Kolumne

Hilfe hurra, die Roboter kommen!

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Der "CP-Querschläger" beschäftigt sich auch mit dem Thema IoT. Er plädiert für "intelligente" Roboter, die unsere Meere reinigen, Müll in Humus verwandeln und neue neue Wälder anlegen, um CO2 zu sparen.

Ja tvoi sluga, ja tvoi rabotnik! Ich bin dein Sklave, ich bin dein Arbeiter! So sahen die Pioniere der Computermusik die Zukunft der robotergestützten Arbeit.

Kraftwerks Texte waren Sci-Fi-mäßig, düster, kalt mit einem Restbestand menschlicher Wärme versehen. Damals war Bildschirmtext das fortschrittlichste Kommunikationsmedium, um Content wie Sex, Kurzmitteilungen und Werbung zu transportieren.

Der Text in Russisch war wohl eine Reminiszenz an die Asimovschen Robotergesetze, die der russisch-amerikanische Biochemiker seinerzeit in seinen Romanen zum Schutze der Menschheit festlegte. Wie bei allen guten Gesetzen, werden sie gerne ein wenig geändert, um sie der "normativen Kraft des Faktischen" anzupassen oder wie auch gerne heißt, weil es alternativlos sei.

So dürften Roboter den Menschen keine Arbeitsplätze wegnehmen, weil sie ihnen dadurch schaden. Das allerdings schmälert den Gewinn des Unternehmens. Sie dürften uns auch nicht kontrollieren oder ausspionieren und müssten sich sogar dem Befehl dazu widersetzen. Tun sie aber auch nicht, denn die Robotergesetze sind nur eine Fiktion und vor allem ein wirtschaftliches Hindernis. Sie sind sogar äußerst störend wenn es darum geht Drohnen in der Welt herumzuschicken oder autarke Waffen mit Freund/Feind-Automatik zu entwickeln.

Global wichtige Arbeiten, wie Meere reinigen, Müll in Humus verwandeln oder zigtausende Quadratkilometer neue Wälder anlegen, die müssen wir dagegen selbst erledigen. Und bei Maschine-zu-Maschine-Prozessen, dem Internet der Dinge - wo bleiben da die Würde und der Schutz des Menschen? Entspricht Industrie 4.0 noch der Ethik "guter Arbeit" oder droht gar ein Rückfall in die Anfänge der Industrialisierung?

Wäre es nicht sinnvoller, wenn Roboter etwa Landminen zerstören oder vergammelte Atomkraftwerke abreißen würden, statt Arbeitsplätze und Nachhaltigkeit zu vernichten? Oder lohnt sich das nicht?

Dieser Roboter muss noch ab und zu an die Steckdose.
Dieser Roboter muss noch ab und zu an die Steckdose.
Foto: Armin Weiler

Mein Fazit: Die globale Vernetzung birgt noch zu viele Gefahren für Mensch und Maschine durch Spionage, Sabotage oder Datenmanipulation. Zudem sind die Fragen zur Zukunft der menschlichen Arbeitskraft noch nicht beantwortet.

Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.