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20.07.2001 - 

Der lange Weg zum Euro

Hilfen für die Währungsumstellung

MÜNCHEN (CW) - Der Countdown zur Euro-Einführung läuft. Nur noch ein knappes halbes Jahr bleibt den Unternehmen, um ihre Hauswährung auf das neue Zahlungsmittel umzustellen. Unterstützung beim Währungswechsel versprechen zahlreiche Anbieter von Softwareprodukten und Dienstleistungen.

Während viele Anwenderunternehmen der Einführung des Euro als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel in allen Staaten der Europäischen Währungsunion noch relativ gelassen entgegensehen (siehe Seite 42), gehen die Hersteller von Unternehmenssoftware in die Marketing-Offensive. Dabei haben sie vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) im Visier. So bietet beispielsweise Sage KHK derzeit ein spezielles Euro-Upgrade für "PC-Kaufmann 4.0", das die Umstellung erleichtern soll. In dem für Anwender der aktuellen Version des PC-Kaufmann kostenlosen Angebot sind der "Euro-Navigator", erweiterte Hilfefunktionen sowie ein ausführliches Handbuch enthalten. Der Euro-Navigator vermittelt auf einer Bildschirmseite einen Überblick über die verschiedenen Arbeitsschritte bei der Konvertierung und ermöglicht deren Ausführung mit Hilfe von Assistenten-Funktionen. Außerdem können Anwender mit dem Upgrade die Währung auch ohne Abschluss des laufenden Geschäftsjahres umstellen.

Auch die ERP-Software "Abas-EKS" der Abas Software AG in Karlsruhe ermöglicht die Umstellung innerhalb eines Geschäftsjahres. Alle Journale und Bewegungsdaten beinhalten bis zum Umstellungsdatum Beträge in der bisherigen Landeswährung und ab der Umstellung in Euro, so dass die Daten auch später zu Dokumentationszwecken zur Verfügung stehen. Auch parallele Buchungen sind möglich.

Microsofts zugekaufter Geschäftsbereich Great Plains Business Solutions wartet mit einem kostenlosen Umrechnungsprogramm für die Anwender von "E-Enterprise Release 6.0" auf. Damit lassen sich alle Vorgänge von der nationalen in die Euro-Währung umrechnen und in beiden Währungen erfassen. Darüber hinaus soll das Tool das Handling von Rechnungen vereinfachen und gewährleisten, dass Reports im Rechnungswesen entsprechend der Buchungsregeln erstellt werden.

In drei Stufen will die Oberhausener Collection Software GmbH ihre Kunden ins Euro-Zeitalter führen. Auf der ersten Stufe sollen die Anwender der speziell für den Textilhandel entwickelten Warenwirtschaftssysteme "Open-Collection" und "Store-Collection" eine neue Preisstruktur erarbeiten. Rundungstabellen und im System hinterlegte Empfehlungen von Euro-Eckpreisen des Bundesverbandes des Textileinzelhandels sollen dabei Hilfestellung geben. Für die eigentliche Umstellung (Stufe zwei) entwickelt der Hersteller derzeit an Version 9.5 der Software, deren Auslieferung noch für Juli 2001 geplant ist. Darauf folgt Stufe drei, zu der insbesondere die Glättung ungerundeter Preise gehört. Allerdings ist auch das dafür zuständige Softwaremodul noch nicht fertig.

Anwender von SAP R/3 können derartigen Unwägbarkeiten entgehen - zumindest verspricht das die Cronos Unternehmensberatung GmbH. Die Münsteraner haben ein System entwickelt und garantieren die Euro-Umstellung für R/3 innerhalb von weniger als sechs Monaten. Das Verfahren nach dem "Cronos-3-Phasenmodell" wurde unter anderem beim Versorgungsunternehmen Elektromark bereits eingesetzt.

Speziell für die Konvertierung von Daten in Datenbanken bietet die Frankfurter Goetzfried AG den "Access-Eurokonverter". Das Tool wird als Access-Add-in gestartet und zeigt beim Aufruf alle Tabellen einer Datenbank an, die Felder mit Währungsdaten enthalten könnten. Dabei werden auch eingebundene Tabellen etwa aus Oracle-, SQL-Server-, Sybase- oder Informix-Datenbanken berücksichtigt. Der Benutzer kann die umzurechnenden Datenfelder aus der Feldliste auswählen und dabei auch den Standardumrechnungsfaktor von 1,95583 individuell ändern. Den Access-Konverter gibt es für Access 97 und 2000 zum Preis von 99 Euro pro Einzellizenz. Fünf Lizenzen kosten 348 Euro.