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12.01.2007

Hilft Bankdrücken gegen einen schlechten Chef?

Datalog Software AG

Vorstand

Herrn Thomas Berchtold

Zschokkestraße 36

80687 München

Chefredaktion

Tel.: 089 36086-388

Fax: 089 36086-389

E-Mail: dsicking@channelpartner.de

München, 15.01.2007

Sehr geehrter Herr Berchtold,

in der ersten Kalenderwoche dieses Jahres veröffentlichte mein Kollege Dr. Ronald Wiltscheck eine Online-Meldung mit der Headline "Wenig Kranke bei Datalog". Nun wissen wir, dass die Nachrichtenlage in der ersten Januarwoche traditionell schlecht ist, aber dass sie so schlecht ist ...

Na ja, herzlichen Glückwunsch jedenfalls. Sie konnten durch gesundheitsfördernde Maßnahmen den Krankenstand auf unter zwei Prozent drücken. Ein sehr guter Wert. Was haben Sie gemacht? Neben der kostenlosen Verabreichung von Gesundheitstees sowie frischem Obst und Gemüse - selbstredend aus biologischem Anbau -, Massagen und dem Besuch von Nichtraucherseminaren stand natürlich Sport ganz oben. Frei-Abos fürs Fitnessstudio, das ist löblich. Man weiß ja, wie teuer diese Mucki- buden heutzutage sind.

Sport, ja klar! Wir erinnern uns an den Klassiker von Rainhard Fendrich:

"Es lebe der Sport, er ist gesund und macht uns hart. Er gibt uns Kraft, er gibt uns Schwung, er ist beliebt bei Alt und Jung."

Und darauf kommt es ja an. Im Wirtschaftsleben und in der IT-Branche sowieso: gesund sein, hart sein, Kraft und Schwung haben und solche Sachen. Und die IT-Branche ist fit! Ich kenne einige, die den Marathon in weniger als vier Stunden laufen oder 10.000 Kilometer im Jahr Rennrad fahren oder Gewichte stemmen, bis der Arzt kommt.

Das zunehmende Bewusstsein für die Notwendigkeit von Bewegung ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Fehlzeiten infolge körperlicher Erkrankungen bundesweit abnehmen. Dafür melden sich Arbeitnehmer immer häufiger wegen psychischer Beschwerden krank. Das berichtet aktuell der Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK). Die von psychischen Störungen verursachten Fehlzeiten haben seit Beginn der 1990er-Jahre um ein Drittel zugenommen, sagt der BKK. Seelische Erkrankungen seien inzwischen die vierthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit.

Zu befürchten ist, dass diese Krankheiten noch weiter zunehmen werden. Was kann man von Seiten der Arbeitgeber dagegen tun? Am wichtigsten ist, scheint mir, für ein gutes Betriebsklima zu sorgen. Hier steht vor allem das Management in der Verantwortung. Schlechte Vorgesetzte machen krank. Wenn der Chef und seine Manager menschlich versagen, helfen auch keine Gesundheitstees, Massagen und kostenlose Fitnessclub-Abos. Aber bei Datalog scheint auch in dieser Hinsicht alles zu stimmen.

Mit freundlichen Grüßen

Damian Sicking