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25.09.1998 - 

Kommentar

Himmelfahrtskommando

Der Wettbewerb der Satellitendienste scheitert schon am Boden. Raketen explodieren, Handies schweigen, und die Software spinnt. Die Betreiber stolpern von einer Panne in die nächsten.

Peinlich, peinlich, denn der Imageschaden vergrault die ohnehin dünn gesäte Kundschaft. Der Wert einer Iridium-Studie, die eine Klientel von 40 Millionen Geschäftsreisenden mit wenigstens drei Auslandbesuchen pro Jahr ausgemacht hat, darf getrost bezweifelt werden, denn: Iridium, Globalstar und Co. werden keine Kunden unter Managern finden, die bereits ein GSM-Handy besitzen. Der Standard ist in 120 Ländern etabliert. Von den verbleibenden 71 Staaten der Erde sind demnächst viele Länder Nord- und Südamerikas sowie Südostasiens abzuziehen, denn dort entstehen moderne CDMA-Netze. Dual-Mode-Telefone erlauben es zudem, beide Netze zu benutzen.

Die verbleibende Klientel wird die Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen: Lohnen sich für drei jährliche Auslandsreisen Investitionen von 3000 Dollar pro Iridium-Handy, oder genügt es, über das Hoteltelefon am Zielort erreichbar zu sein? Die Milliarden-Dollar-Projekte Satellitennetze drohen zu Himmelfahrtskommandos zu werden. Reisende, die ihr Handy durch die russische Tundra oder die Wüste Gobi tragen, werden die hohen Investitions- und Betriebskosten nicht einspielen.