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09.03.2007

Hipath-Lösung lernt nahtlose Übergabe

Das neue Siemens-Produkt erlaubt Dual-Mode-Telefonie mit nur einem Endgerät und einer Rufnummer.

Bei dem von Siemens Enterprise Communications vorgestellten System "Hipath Mobile Connect" handelt es sich um eine Fixed-Mobile-Convergence-Lösung (FMC), die drahtgebundenes Voice over IP (VoIP) in Unternehmen, Voice over WLAN (VoWLAN) und Mobilfunknetze nahtlos miteinander verbindet. Dank dieser Technik sollen die Mitarbeiter sowohl auf dem Unternehmensgelände als auch außerhalb mit einem Endgerät, einer Rufnummer und einer Mailbox telefonieren können. Nach eigenen Angaben befindet sich Siemens damit gegenüber Wettbewerbern im Vorsprung, die vergleichbare Lösungen erst zum Jahresende herausbringen.

Hipath Mobile Connect besteht aus zwei Elementen: der Appliance und einem Software-Client. Die Appliance sitzt zwischen der IP-basierenden TK-Anlage des Unternehmens und dem WLAN-Router. Sie überwacht kontinuierlich die Dual-Mode-Endgeräte und steuert die Telefonate - unabhängig davon, ob sich die Nutzer im Unternehmensnetz oder außerhalb des Unternehmensgeländes im öffentlichen Netz befinden. Zusammen mit dem im Dual-Mode-Gerät installierten Software-Client werde so ein nahtloses Handover zwischen dem WLAN des Unternehmens und dem Mobilfunknetz gewährleistet, verspricht Siemens: Ohne dass das Telefonat abreißt oder andere Störungen auftreten, können Mitarbeiter Gespräche, die beispielsweise beim Verlassen des Büros im WLAN angefangen wurden, auch außerhalb des Unternehmensgeländes im GSM-Netz weiterführen.

Das Gerät fungiert dabei als Nebenstelle der Telefonanlage, das heißt, im Mobilfunknetz getätigte Anrufe werden über die Appliance geleitet. Dadurch kann das in Hipath integrierte Feature Least-Cost-Routing genutzt werden, auch der Anschluss eines GSM-Gateway ist möglich sowie die Durchschleusung des Gesprächs via VoIP - etwa zu einem Firmenstandort im Ausland.

Universell integrierbar

Hipath Mobile Connect basiert auf offenen Standards und kann praktisch in jeder SIP-basierenden IP-Telefonanlage, jedem WLAN und jedem Dual-Mode-Endgerät verwendet werden. Aktuell hat Siemens die Lösung mit der IP-Kommunikationsplattform Hipath 8000, der Hipath Wireless-LAN-Lösung und ausgewählten Dual-Mode-Endgeräten von Nokia E-Series und Fujitsu-Siemens Pocket Loox zertifiziert.

Die Appliances werden in drei Größen angeboten, die kleinste unterstützt 75, die größte bis zu 1500 gleichzeitige Teilnehmer. Preise für die Lösungen gab Siemens nicht bekannt. Marcus Birkl, Vertriebsleiter für Hipath Wireless bei Siemens Enterprise Communications, versicherte jedoch, dass das derzeit größere Investment auf der Endgeräteseite liege. Gleichzeitig hätten Kunden die Möglichkeit, die Produkte im Rahmen einer Managed- oder Hosted-Service-Lösung zu nutzen. Wie Birkl im Gespräch mit der computerwoche verriet, finden derzeit auch Verhandlungen mit TK-Firmen statt. Insbesondere Festnetz-Carrier seien stark daran interessiert, die Hipath-Lösung als Bestandteil von Telefonanlagen wiederzuverkaufen. Mobilfunkbetreiber sähen das Produkt mit gemischten Gefühlen. (mb)