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24.07.1998 - 

Verfügbarkeit im kommenden Jahr

Hitachi kontert IBMs Mainframes mit doppelt so schnellen Prozessore

Damit würden Hitachis Prozessoren mehr als doppelt so schnell sein wie die in IBMs neuen G5-Mainframe-Modellen eingesetzten CMOS-Typen. Den Angaben liegen Benchmarks für die Rechenleistung und den Datendurchsatz zugrunde, die die Gartner Group bei Multiprozessor-Maschinen verwendet. Die Großrechner der Japaner werden in Deutschland durch die Comparex Informationssysteme GmbH in Mannheim vertrieben.

Zwar ist die Uniprozessorleistung der G5-CPU bisher noch nicht veröffentlicht worden. Interne Schätzungen der IBM liegen laut IBMs Produkt-Manager Jürgen Ley zwischen 115 und 125 MIPS. Karl-Georg Martin, Chefberater S/390 bei Big Blue, räumt jedoch ein: "Eine solche Leistung ist nur über eine Spezialkonfiguration möglich. Wir bieten Kunden, die so etwas brauchen, die Ein-Wege-Maschine ,R16È auf Wunsch auch als Vier-Bus-Ausführung." Das sei dann natürlich etwas teurer - schließlich stecke ja auch mehr drin. Offizielle MIPS-Zahlen für die G5 wird die IBM ab dem 28. Juli bekanntgeben.

CMOS/ECL-Systeme so billig wie CMOS-Hosts

Die neuen Skyline-Großrechner sollen laut Hitachi 1999 auf den Markt kommen, schreibt der britische Brancheninformationsdienst "Computergram". Wann im kommenden Jahr, sei allerdings noch unklar. Hitachi habe keine Angaben darüber gemacht, ob Skyline 2 etwa erst Ende 1999 verfügbar sei.

Derweil haben Marktforscher von der Meta Group errechnet, daß die Skyline-Maschinen jetzt vom Preisniveau her mit den CMOS-basierten kostengünstigeren Systemen wie IBMs G5-Mainframes mithalten könnten. Als Daumenregel gelten mittlerweile 6000 Dollar pro MIPS Rechenleistung - ein Wert, der bis Ende 1998 noch auf 4500 Dollar sinken soll. Die Wartungskosten pro Monat sollen zudem 30 Dollar pro MIPS betragen.

Trotzdem dürfte, spekuliert "Computergram" mit Hinweis auf Branchenexperten, Hitachis zweite Skyline-Generation sich nicht mehr so großen Zuspruchs erfreuen wie noch die Vorgängermodelle, weil die CMOS-basierten Systeme leistungsmäßig zunehmend mit den Bi-CMOS/ECL-Zwittern gleichziehen.

Comparex-Sprecher Gunter Wolf widersprach dieser Aussage in gewisser Weise. Er argumentiert, die mittlerweile rund 400 weltweit installierten M2000- Systeme seien mehrheitlich im obersten Leistungsbereich angesiedelt, also bei den Acht-, Sechs- und Fünf-Wege-Systemen. Unter anderem der Trend zur Rezentralisierung lasse es darüber hin- aus wenig wahrscheinlich erscheinen, daß die Nachfrage nach MIPS-Rechenleistung in der nahen Zukunft wie vor einigen Jahren wieder nachlassen werde.

"Computergram" glaubt demgegenüber, daß Hitachi wegen der möglicherweise nicht ganz rosigen Zukunft der nächsten M2000-Generation Überlegungen in Richtung der "V2200"-Modelle von Hewlett-Packard (HP) sowie mit "IA-64"-Prozessor-basierten Servern unter dem Unix-Derivat HP-UX angestellt hat. Außerdem kündigten die Japaner an, die Mainframe-"CICS"-Emulationssoftware von Unikix Technologies mit den unter dem Hitachi-Logo laufenden RS/6000-Servern von IBM anzubieten. Diese als Einstiegs-Großrechner bezeichneten Maschinen sollen eine Rechenleistung von 60 Mainframe-MIPS aufweisen.

HP hatte im Juni 1997 die neuen Server "HP 9000 V2200" präsentiert. Hierbei handelt es sich um das erste V-Klasse-Modell von HP. Kennzeichen der zunächst mit bis zu 16 HP-PA-RISC-Prozessoren arbeitenden Maschine ist die "Hyperplane"-Verbindungstechnologie. Bei dieser hat HP Know-how von der Firma Convex entlehnt. HP hatte den Supercomputer-Hersteller 1995 aufgekauft. Convex nutzte in seinen erstmals im Juni 1994 vorgestellten "Exemplar"-Rechnern von Experten hochgelobte Gallium-Arsenid-(GaAS-)Crossbar-Switches, um die Kommunikation zwischen den einzelnen Prozessoren zu gewährleisten.