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24.05.2002 - 

"True-North"-Initiative lädt zur Zusammenarbeit ein

Hitachi präsentiert neuen Speicher und Software-Roadmap

LONDON (kk) - Hitachi Data Systems (HDS) stellt mit "Lightning 9900V" die zweite Generation eines Highend-Speichers vor. Das Produkt wird von zwei Software-Initiativen flankiert: "True North" als Vision für kooperatives Speicher-Management und als Teil davon das schon bekannte Framework "Hicommand".

Geht es nach dem Willen von HDS, soll sich die neue Lightning als Konsolidierungsplattform für alle Arten von Speichern profilieren. Dazu haben die Hitachi-Ingenieure zunächst an der Hardware gedreht: Im Vergleich zum Vorgänger verfügt die Maschine über 32 statt 16 interne Switch-Ports, über 16 statt 32 Speicher-Anschlüsse und über maximal 64 statt 24 Host-Bus-Adapter. Die Bandbreite der Maschine hat sich von bisher 6,4 GB/s auf 15 Gb/s mehr als verdoppelt.

Derzeit fasst der Speicher 73 TB, Ende des Jahres soll - mit den neuen hauseigenen Festplatten - die Kapazität ebenfalls verdoppelt werden. Für 2003 hat der Hersteller ein iSCSI-Blade angekündigt, das sich in die Lightning einklinken lässt. Auch dem Vorwurf der Konkurrenz, Hitachi verwende für die Steuerungsfunktionen veraltete Prozessoren, trug das Designteam Rechnung: Statt Intels "i960"-Chips werden 64-Bit-Prozessoren von NEC genutzt.

Hitachi hat in das Array auch Virtualisierungskomponenten integriert. So sorgt ein eingebauter "Virtualisation Assist Layer" dafür, dass an einem Port verschiedene Betriebssysteme bedient werden. Damit können beispielsweise die Daten eines NT-Rechners zeitgleich über den gleichen Eingangs-Port fließen wie die eines Unix-Servers. Das Host-Storage-Domain-Konzept sieht vor, dass virtuelle Gruppen von logischen Einheiten (Logical Unit = LUN) gebildet werden, die sich dann einem oder mehreren Servern zuordnen lassen.

Jede Domain arbeitet innerhalb der neuen Lightning als separates Speicher-Array, mit eigenständigen Anforderungen an Sicherheit, Quality of Service, Monitoring oder Management. Mit dem "Performance Maximizer", der mit dem "Cruise-control"-Programm zusammenarbeitet, werden die Leistung überwacht, Engpässe innerhalb des Subsystems identifiziert und der Datenverkehr auf unterforderte Bereiche umgeleitet. Zusätzlich kann der Administrator einem Betriebssystem oder einer Applikation eine Priorität beim Speichern und Restore zuordnen.

Speicheraufgaben automatisieren

John Taffinder, Chief Operating Officer für Europa, den Mittleren Osten und Afrika, erklärte bei der Vorstellung des neuen Systems, dass für die Unternehmen die Speicherhardware nur einen Bruchteil der Kosten ausmacht.

Für Connectivity, Management und die tatsächlich genutzte Speicherkapazität müssten die Firmen fünf- bis siebenmal mehr Geld ausgeben. Deshalb habe Hitachi die Hicommand-Software breiter ausgelegt. Die jetzt als Framework bezeichnete Softwarearchitektur soll auch mit Produkten von unabhängigen Softwarehäusern ergänzt werden. Ziel ist es, möglichst viele Speicheraufgaben zu vereinfachen und wenn möglich zu automatisieren.

Software auf Basis von CIM

Hicommand basiert auf dem "Simple Object Access Protocol (Soap) und dem demnächst verabschiedeten Standard "Common Information Model" (CIM). Mit einem Seitenhieb auf EMC, die sich derzeit um die Veröffentlichung der Application Programming Interfaces (APIs) bemüht, erklärte Taffinder: "Mit der Zunahme der offen gelegten APIs bildet sich ein immer komplizierteres Netz von API-Beziehungen, die Softwarehersteller bedienen müssen. Einigt man sich auf Soap und CIM, dann sind das die Programmierschnittstellen und sonst nichts."

Noch weiter gehen die Bemühungen der True-North-Initiative, die den Unternehmen in Zukunft die freie Hand bei der Auswahl der Speicherkomponenten verschaffen soll. "Unsere Kunden wollen ein Storage Area Management, mit dem Server, SANs, Speicher und Verwaltung bedient werden können", erklärte Taffinder. Dazu will Hitachi eng mit Drittanbietern, etwa Sun Microsystems, Veritas und natürlich IBM, zusammenarbeiten. Bislang haben sich nach Herstellerangaben bereits über 50 ISVs zur True-North-Initiative bekannt.