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Kaufpreis: Zwei Milliarden Dollar in drei Jahren


07.06.2002 - 

Hitachi übernimmt Festplattensparte von IBM

MÜNCHEN (CW) - Der japanische Elektronikkonzern Hitachi Ltd. wird IBMs Festplattengeschäft für 2,05 Milliarden Dollar kaufen. Die Harddisk-Sparten beider Unternehmen sollen in einem Joint Venture zusammengelegt werden, das die Japaner innerhalb der nächsten drei Jahre komplett kontrollieren werden.

IBM und Hitachi haben bereits im April dieses Jahres angekündigt, im Storage-Segment zusammenarbeiten zu wollen. Der jetzt genannte Kaufpreis von rund zwei Milliarden Dollar fiel allerdings doppelt so hoch aus, wie Experten ursprünglich vermutet hatten.

Beide Firmen wollen ihre Festplattensparten in einem noch zu gründenden Joint Venture zusammenführen. Daran werden die Japaner zunächst mit 70 Prozent beteiligt sein, während die Armonker die restlichen 30 Prozent halten. Innerhalb der nächsten drei Jahre wird der in Tokio ansässige Konzern die Kontrolle ganz übernehmen. Das Joint Venture soll von dem Hitachi-Manager Jun Naruse geleitet werden. Douglas Grose, General Manager von IBMs Storage Technology Division, wird den jetzt bekannt gegebenen Plänen zufolge Chief Operating Officer (COO).

Die Hitachi-Verantwortlichen planen mit elf weltweit verteilten Fertigungszentren, in denen 24 000 Mitarbeiter beschäftigt werden sollen. Davon würden 18 000 Angestellte von IBM übernommen, 6000 kämen aus dem eigenen Betrieb. Angesichts des beabsichtigten Stellenabbaus bei IBM rechnen Gewerkschaftsvertreter jedoch mit Arbeitsplatzverlusten im Storage-Segment (siehe CW 21/02, Seite 6). 2003 soll das Joint Venture Einnahmen in Höhe von fünf Milliarden Dollar erwirtschaften. 2006 sollen dann bereits sieben Milliarden Dollar umgesetzt werden.

Nach Einschätzung von Analysten war IBMs Abschied aus dem Festplattengeschäft längst überfällig. Steven Milunovich, Analyst bei Merrill Lynch, geht davon aus, dass die Armonker im vergangenen Jahr 250 Millionen Dollar im Harddisk-Geschäft verloren haben (siehe auch Seite 16). (ba)