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23.03.2001 - 

Fotos: 1; pserver.tif im Verhältnis der Japaner zu Unix-Server-Partner Hewlett-Packard ungetrübt

Hitachi und IBM schließen Unix-Server-Deal

MÜNCHEN (CW) - Hitachi und IBM haben ein Abkommen zur Server-Vermarktung und Entwicklung getroffen. Im Rahmen der strategischen Partnerschaft wird der japanische Konzern Power-PC-basierte Unix-Systeme der Armonker verkaufen. Darüber hinaus soll die Kooperation Big Blues künftiges Betriebssystem "AIX-5L" zur strategischen Plattform erheben.

IBM und Hitachi wollen künftig bei der Produktion und der Vermarktung bestimmter Server, Halbleiter sowie anderem Computerzubehör zusammenarbeiten.

Demnach wird Hitachi Power-PC-basierte IBM-Server in sein Portfolio aufnehmen und unter eigenem Markennamen verkaufen sowie Systeme vermarkten, die auf AIX-5L basieren. Das künftige Unix-Betriebssystem der Armonker soll im April dieses Jahres Marktreife erlangen.

Ausbau der ProduktportfoliosDarüber hinaus wollen beide Partner gemeinsam Systeme entwickeln und verkaufen, die den Unternehmen den Ausbau ihres jeweiligen Produktangebots ermöglichen soll. Dabei dürfte es sich um leistungsfähige Neuentwicklungen von Big Blue unter dem Codenamen "Regatta" handeln, die IBM voraussichtlich im vierten Quartal dieses Jahres auf den Markt bringt. Ferner erstreckt sich die Zusammenarbeit auf die gemeinsame Produktion künftiger Power-PC-Chips.

Die Kooperation mit Big Blue auch bei der Herstellung so genannter Multichip Ceramic Modules (MCMs), die das Kernstück der IBM-Mainframes darstellen, sowie bei Speicherbausteinen, die in den Servern der beiden Partner zum Einsatz kommen sollen, bedeutet für Hitachi verstärkten Zugriff auf kundenspezifische Komponenten. Brancheninsidern zufolge will IBM mit Hilfe des jüngsten Abkommens nicht zuletzt weiteren Chip- und Keramikengpässen vorbauen, die das Server-Wachstum der Armonker im auslaufenden Jahr 2000 empfindlich geschmälert haben.

Ebenfalls vorgesehen ist die gemeinsame Entwicklung von Chips für Hitachis hauseigene Unix-Variante VOS ("Virtual Operating System"), die in Systemen für die VOS-Klientel der Japaner Verwendung finden sollen. Über finanzielle Details des Deals hielten sich beide Unternehmen bedeckt.

Nach Meinung von Analysten ist das Hitachi-IBM-Abkommen in dem aufgrund widriger Wirtschaftsbedingungen zusehends wettbewerbsintensiveren Markt für beide Unternehmen von Bedeutung. "Das ist ein Riesengewinn für IBMs Server-Design", urteilt etwa Brad Day von der Giga Information Group.

Während sich Big Blue von der neuen Partnerschaft ein rasantes Wachstum seiner E-Server wohl nicht zuletzt auf dem asiatischen Markt verspricht, sieht Hitachi die Allianz auch vor dem Hintergrund beträchtlicher Kosteneinsparungen. Laut Toshihiko Odaka, Senior Vice President und Kopf der Information & Telecommunication Systems Group von Hitachi, lassen sich mit Hilfe der IBM-Connection die Forschungs- und Entwicklungskosten im Hitachi-Server-Bereich um 30 bis 40 Prozent reduzieren. Gleichzeitig sei man zuversichtlich, die über Unix-Server erzielten Einnahmen bis zum Jahr 2004 auf knapp eine Milliarde Dollar zu verdoppeln.

Nicht überrascht vom Fremdgehen Hitachis gab sich HP, der langjährige Unix-Server-Partner der Japaner. Wie Mark Hudson, Director Marketing von HPs Business Systems und verantwortlich für die Server-Reihe "HP 9000", dem Nachrichtendienst "Computerwire" mitteilte, sei man über den Deal bereits im Bilde gewesen. "Viele Hitachi-Kunden beziehen auch Produkte von IBM, und viele wollen an IBM-Produkten festhalten", so Hudson. Seiner Ansicht nach wird sich an der Zusammenarbeit zwischen HP und Hitachi in Hinblick auf die PA-Risc- sowie die Itanium-HP-UX-Server nichts Grundlegendes ändern. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass HP als Hauptvertriebspartner von Hitachis "Lightning"-Disk-Arrays fungiert. Hitachi vermarktet HPs 9000-Server-Reihe in Japan.