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25.02.2000 - 

Speichersubsystem 7700E bietet neue Features

Hitachi will EMC und IBM das Wasser abgraben

MÜNCHEN (CW) - Hitachi Data Systems (HDS) geht mit seinem Highend-Speichersubsystem "Freedom 7700E" in die Offensive. Ausgerüstet mit 47-GB-Festplatten und zusätzlichen Funktionen, sollen die Disk-Arrays gegen die "Shark"-Systeme von IBM und EMCs "Symmetrix"-Arrays antreten.

HDS verpasst seinen Freedom-Speichersystemen eine Leistungsspritze und rückt damit dichter an die Konkurrenten IBM und EMC heran. Seit die 100-prozentige Hitachi-Tochterfirma Mitte letzten Jahres EMC bei Hewlett-Packard als Speicherlieferant abgelöst hat, wird mit härteren Bandagen gekämpft. Hitachi und HP, das die HDS-Subsysteme unter der Marke "Surestore E Disk Array XP 256" vertreibt, verbuchten im letzten Jahr einen Umsatz von 750 Millionen Dollar mit den Plattenspeichern, erklärt Vicki Vollmer, Marketing- und Produkt-Management-Direktorin bei HP. Inklusive Software und Services erhöht sich diese Summe sogar auf über eine Milliarde Dollar. Mit EMC konnte der kalifornische Hersteller im Jahr zuvor einen Umsatz von 700 Millionen Dollar verbuchen.

Die Highend-Speichersubsysteme von HDS werden in Zukunft mit Plattengrößen von 18 und 47 GB arbeiten. Daraus ergibt sich eine maximale Kapazität von 11 TB pro Array. Laut Hersteller sollen die Festplatten mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 10000 Umdrehungen pro Minute laufen. Kunden würden damit einen Leistungsgewinn gegenüber den alten Platten mit 6300 Umdrehungen verbuchen. Für Juni hat die Hitachi-Tochter Plattengrößen von 73 GB angekündigt. Damit ließe sich die Gesamtkapazität auf 17 TB steigern.

In puncto Funktionserweiterung hat sich HDS bei der Konkurrenz bedient. So werden die Freedom-Systeme zukünftig IBMs "Parallel Access Volumes" (PAV) unterstützen. Dieses Tool ermöglicht es, Snapshots von S/390-Daten zu erstellen, ohne den Anwendungsbetrieb des Rechners zu unterbrechen. Laut Hersteller soll die PAV-Implementierung für 80 Prozent des Listenpreises der IBM angeboten werden.

Außerdem sollen Kunden die 7700E-Systeme in Geographically-Dispersed-Parallel-Sysplex- (GDPS-)Mainframe-Clustern einsetzen können. Mit Hilfe des Tools "Hitachi Asynchronous Remote Copy" (HARC) sollen Datenspiegelungen eines Arrays möglich sein, ohne die angeschlossenen ServerSysteme zu belasten. Eine ähnliche Funktion bietet EMC mit "Symmetrix Remote Data Facility" (SRDF) für seine Speichersubsysteme an.

Neben den Software-Tools soll laut Hersteller ein verbesserter Mikrocode im Speicher-Controller die Leistung der neuen 7700E-Systeme um bis zu 50 Prozent steigern. Damit könne das System schreib- und leseintensive Informationen großer Datenbanken besser verwalten. Außerdem unterstütze es Microsofts "Wolfpack"-Cluster und in naher Zukunft auch Windows 2000.

Neben dem neuen Microsoft-System laufen die Freedom-Speicher auch unter Red Hats Linux-Version 6.1. Unterstützt werden ferner Novells Netware 5.0, die Mainframe-Systeme VM, VSE und OS/390 sowie die gängigen Unix-Derivate wie HP-UX, Solaris, AIX und Tru 64. Ab April sollen die Disk-Arrays verfügbar sein. Die Preise stehen noch nicht fest.